"Jeder hat selbst in der Hand, was er aus
der Bundeswehrzeit macht"
Frank
Deckenbrock: Vom Kfz-Gesellen über den SaZ 8 zum Werkstattmanager
"Wer bereit
ist sich einzusetzen, nimmt aus seiner Bundeswehrzeit sehr viel
mit." Davon ist Kfz-Meister Frank Deckenbrock nicht nur überzeugt,
er hat es selbst ausgelebt. Der 28-jährige "Technische
Angestellte Betriebsbüro" arbeitet heute als stellvertretender
Leiter des Servicebereiches bei DaimlerChrysler Nutzfahrzeuge
in Koblenz und trägt Verantwortung für rund 100 Mitarbeiter
in der Werkstatt.
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| "Manager"
Frank Deckenbrock (l.) bespricht sich regelmäßig
in der Werkstatt mit seinen Mitarbeitern - hier mit Kfz-Meister
Andreas Ohlig, der vor drei Jahren von der Bundeswehr zu Mercedes
wechselte. |
Der frischgebackene
Geselle begann 1993 als "Eignungsübender" seine
Bundeswehrzeit, sprich: Er verpflichtete sich nach einer Eignungsprüfung
direkt auf acht Jahre als Soldat auf Zeit. Im Rahmen der Ausbildung
zum Unteroffizier legte er die Meisterprüfung im Kfz-Technikerhandwerk
ab, machte den Panzerführerschein, lernte alle Fahrzeugtypen
vom Kranwagen aus den 50er Jahren bis zum mit Elektronik gespickten
Hightech-Panzer kennen, belegte Seminare im Bereich PC- und Netzwerktechnik,
Verhandlungspsychologie und Verkaufstraining...

Besonders wichtig für Deckenbrocks
Arbeit heute: "Ich bin bereits mit jungen Jahren in zunehmende
Führungsverantwortung hineingewachsen und habe gelernt, für
meine Arbeit ein Ordnungssystem zu entwickeln." Und der Oberfeldwebel
ergänzt: "Das Beste, was mir die Bundeswehr geboten
hat, ist meine Frau Kerstin!" - Sie lernte er bei den Heeresfliegern
in Mendig kennen, wo sie als SaZ 12 noch bis Herbst 2004 im Sanitätsbereich
eingesetzt ist.

Mit dem Beratungszentrum Bundeswehr-Handwerk
kam Frank Deckenbrock durch seinen Spieß in Kontakt, der
ihn auf eine Info-Veranstaltung im HwK-Metall- und Technologiezentrum
hinwies. Im darauf folgenden persönlichen Gespräch mit
Hans-Joachim Benner vom Beratungszentrum bei der HwK - selbst
Oberstleutnant der Reserve - stellte er die Weichen für den
Übergang zum zivilen Erwerbsleben.

Kern der Qualifizierung über
den Berufsförderungsdienst der Bundeswehr (BFD) waren der
Lehrgang "Betriebswirt des Handwerks" bei der HwK und
die "Fachspezifische Ausbildung am Arbeitsplatz" beim
heutigen Arbeitgeber: "Obwohl wir in den Einheiten mit allen
möglichen Fahrzeugtypen zu tun haben, war es für mich
wichtig, mich in die Praxis einer zivilen Werkstatt einzuarbeiten,
vor allem was Mitarbeiter-Motivation und innerbetriebliche Kommunikation
angeht."

Und die Zukunft: Frank und Kerstin
Deckenbrocks Familie führt einen Kfz-Betrieb mit mehr als
150 Mitarbeitern im Würzburger Raum, in den sie nach weiteren
"Lehr- und Wanderjahren" einsteigen wollen. Denn für
den Kfz-Meister steht fest: "Sich selbstständig zu machen,
ist Handwerk in letzter Konsequenz."
Stand: Jun. 2001
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