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Bundeswehr-Wirtschaft
Das Beratungszentrum Bundeswehr-Wirtschaft ist ein Kooperationsprojekt im Wehrbereich II.

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Berufsförderung
Wir beraten und informieren SaZ, GwDL und FwDL gemeinsam mit dem BFD über zivilberufliche Perspektiven.
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Personalkreislauf

Wirtschaft-Bundeswehr-Wirtschaft: Gemeinsam mit den Wehrdienstberatern zeigen wir Perspektiven in und nach dem Dienst in der Bundeswehr auf.
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Aufstieg ...

zur Fach- und Führungkraft im Unternehmen durch arbeitsmarktgerechte Qualifikation – auch in neuen erfolgreichen Modellen.
Die aktuelle Ausgabe...

Partnerschaft zum gegenseitigen Nutzen

Beratungszentrum Bundeswehr-Handwerk
vernetzt die Nachwuchsgewinnung für Wirtschaft und Truppe

In der Region um Koblenz blickt die Zusammenarbeit zwischen Bundeswehr und Wirtschaft auf dem Hintergrund der umfangreichen Präsenz der Streitkräfte auf eine lange Tradition zurück. Im Kooperationsprojekt Beratungszentrum Bundeswehr-Handwerk im Wehrbereich II hat die Bundeswehr gemeinsam mit der Handwerkskammer Koblenz dieser Zusammenarbeit im August 1999 einen Namen, eine Gestalt gegeben.

Beratung durch Hans-Joachim Benner
Hans-Joachim Benner (r.) vom Beratungszentrum erarbeitet mit Soldaten auf Zeit ein individuelles Qualifizierungskonzept.

Bestechend an diesem Modell ist, dass beide Partner konkurrenzlos für sich qualifizierten Nachwuchs gewinnen und sichern können. Auf drei Felder konzentrieren sich die Aktivitäten:

Als bisher einzige Handwerkskammer in Deutschland ermöglicht die Koblenzer den Wehrdienstberatern des Zentrums für Nachwuchsgewinnung, Informationsveranstaltungen für Lehrlinge durchzuführen, während diese Lehrgangswochen in den Ausbildungswerkstätten der Kammer besuchen. Die Lehrlinge, die vor der Gesellenprüfung stehen, erhalten hier erste Informationen, welche Möglichkeiten sich ihnen mit dem Grundwehrdienst bei der Bundeswehr oder einer freiwilligen Verpflichtung als Soldat auf Zeit eröffnen. Sie müssen sich nicht eigens Urlaub nehmen, um das Kreiswehrersatzamt zu besuchen - ein Vorteil auch für die Ausbildungsbetriebe. Allein im Jahr 2001 wurden auf diesem Weg rund 850 Lehrlinge erreicht.

Die Erfahrung der Wehrdienstberatern zeigt, dass sich durch die Vorklärung wichtiger Fragen in diesen Informationsveranstaltungen im Nachgang konkrete Beratungs- und Bewerbungsgespräche ergeben. Dadurch, dass die HwK die Wehrdienstberatung in ihren Berufsbildungszentren ermöglicht, dokumentiert sie, dass sie die Bundeswehr nicht in Konkurrenz zu ihren Betrieben sieht. Die jungen Leute, die im Handwerk ihre Erstausbildung erworben haben, leiht das Handwerk gewissermaßen an die Bundeswehr aus, um sie menschlich und fachlich höher qualifiziert zurückzuerhalten.

Dazu dient das zweite wesentliche Element: Das Beratungszentrum Bundeswehr-Handwerk bietet an den Truppenstandorten Informationsveranstaltungen für Soldaten auf Zeit und Personaloffiziere (als Multiplikatoren) an. Hierbei erhalten die Soldaten sehr frühzeitig Anregungen, wie und in welchem Zeitrahmen sie sich auf das zivile Erwerbsleben nach dem Ausscheiden aus der Bundeswehr vorbereiten können. Denn die zielgerichtete Qualifikation beginnt bereits mit der Fachausbildung im Rahmen der Unteroffizierslaufbahn, hier wird der Grundstein für die spätere Karriere gelegt. In mehr als 70 Veranstaltungen im Jahr 2001 informierten sich auf diesem Weg 1.700 Soldaten.

Der dritte Schritt ist die individuelle Beratung und Entwicklung eines maßgeschneiderten Qualifizierungsplanes für die Zeit der Freistellung innerhalb der letzten Dienstmonate. Dieses Angebot nahmen 278 Soldaten auf Zeit im Jahr 2001 in Anspruch.

Das Koblenzer Beratungszentrum Bundeswehr-Handwerk hat in der Vergangenheit aus dem Gespräch mit den Soldaten auf Zeit und mit Blick auf ihre Interessen bereits verschiedene modulare Lehrgänge mit anerkannter Fortbildungsprüfung entwickelt. Es ermöglicht die Heranführung an das zivile Berufsleben durch Praktika in den Ausbildungswerkstätten des Handwerks oder in Betrieben, die als späterer Arbeitgeber in Frage kommen.

Außerdem können die Experten der HwK Koblenz aus Existenzgründungs-, Rechts- und Betriebsberatung, aus Technologie-, Qualitätsmanagement- oder auch Denkmalpflegeberatung als kompetente Ansprechpartner hinzugezogen werden.

Die HwK Koblenz praktiziert mit ihrem Beratungszentrum Bundeswehr-Handwerk ein schlüssiges und zielgerichtetes Konzept, aus dem letztendlich hochqualifizierte und hochmotivierte junge Fachkräfte in die Wirtschaft zurückfließen.

Begleitet wird die Tätigkeit des Beratungszentrums durch den politischen Dialog, den es auf verschiedenen zivilen, militärischen und zivilmilitärischen Ebenen pflegt, und eine umfassende Öffentlichkeitsarbeit, um die wechselseitige Win-Win-Situation bewusster zu machen. In Magazinen und im Internet stellt die HwK immer wieder ehemalige Soldaten vor, die erfolgreich den Weg zurück in die Wirtschaft gegangen sind - was wieder Anregung und Motivation für junge Leute mit Blick auf ihren Dienst in der Bundeswehr werden kann.

Zusammenfassend gesagt: Dem Beratungszentrum Bundeswehr-Handwerk bei der HwK Koblenz ist es in der Vernetzung vorhandener Strukturen gelungen, die Nachwuchsgewinnung für gewerbliche Wirtschaft und Bundeswehr mit geringsten Mitteln äußerst effizient zu unterstützen.

Beratungszentrum Bundeswehr-Wirtschaft
Friedrich-Ebert-Ring 33, 56063 Koblenz
Tel.: 0261/ 398-165, Fax: 0261/ 398-934
E-Mail: presse@bundeswehr-wirtschaft.de

 
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