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Höhere Qualität bei geringeren Kosten

Bundeswehr modernisiert ihre Fahrzeugflotte -
Kfz-Handwerk hinterfragt Partnerschaft

Die Fahrzeugflotte der Bundeswehr ist mit einer durchschnittlichen Nutzungsdauer von neun Jahren überaltert, daran ließ Frank Schlöder, zukünftiger Leiter des Mobilitätscentrums (MC) Koblenz keinen Zweifel. Und alte Fahrzeuge binden durch höhere Reparaturkosten Haushaltsmittel, die wiederum der Erneuerung des Fahrzeugbestandes fehlen. Abhilfe verspricht sich die Bundeswehr durch ein neues Flottenmanagement in Zusammenarbeit mit den Betrieben des Kfz-Handwerks.

Bw-Flottenmanagement
In der Zukunft sollen die Betriebe des Kfz-Handwerks noch stärker in das Flottenmanagement der Bundeswehr eingebunden werden.

Wie sich diese Zusammenarbeit in Zukunft gestalten wird, lässt sich heute noch nicht endgültig absehen, so ein erstes Ergebnis der Informationsveranstaltung, die die Handwerkskammer Koblenz gemeinsam mit der bundeseigenen Gesellschaft für Entwicklung, Beschaffung und Betrieb (g.e.b.b.) als "Mutterunternehmen" der MC's für die Kfz-Betriebe durchführte. Klar ist aber, dass sich die traditionellen Wege der Partnerschaft zwischen Bundeswehr und insbesondere der mittelständischen Wirtschaft verändern werden.

Das Interesse an diesem Thema ist im Kfz-Handwerk groß, was sich aus der Teilnahme von fast 50 Branchenvertretern an der Infoveranstaltung ablesen lässt, zu der HwK-Hauptgeschäftsführer Karl-Jürgen Wilbert begrüßte. Umfangreich sind aber auch die Fragen an das Konzept der g.e.b.b., die den gesamten Fahrzeugkreislauf aus dem Bereich der Bundeswehr auslagern soll, um Freiräume für die militärischen Kernaufgaben zu schaffen. Die Aufgaben von der Beschaffung über Verwendung und Einsatz der Fahrzeuge im Alltagsgeschehen bis zu Wartung, Pflege und Wiederverkauf stehen somit zur Privatisierung an.

Die Vertreter des Kfz-Handwerks machten deutlich, dass sie erhebliche Verunsicherung verspürten angesichts der noch nicht erkennbaren praxisrelevanten Konturen dieses Strukturwandels. Vor allem eine Frage bewegte sie: Wie werden die politischen Bekenntnisse, der Mittelstand dürfe bei den Reformen nicht auf der Strecke bleiben, in die Tat umgesetzt? Wolfgang Gottschalk, Geschäftsführer des Kfz-Gewerbeverbandes Rheinland, verwies auf die "Knebelung durch aufdiktierte Herstellerbedingungen", die schon lange die Großen der Branche begünstigten. Er formulierte Bedenken, dass kleinere und mittlere Betriebe bei Ausschreibungen außen vor bleiben könnten, weil sie "Zulieferung auf Abruf" nicht leisten könnten. Bereithalten eines umfangreichen Fahrzeugbestandes, 24-Stunden-Service oder auch das Leasinggeschäft begünstigten die großen Niederlassungen, so Gottschalk.

Auf dem Hintergrund, dass konkrete Ausschreibungs- und Vergabemodalitäten über die g.e.b.b. noch nicht letztendlich festgeschrieben seien, wie Schlöder unterstrich, setzt das Kfz-Handwerk auf die Zusagen der Politik, den Mittelstand nicht nur in Worten sondern mehr noch durch die Rahmenbedingungen zu stärken.

Informationen zu Themen der Zulieferwirtschaft,
Tel.: 0261/ 398-249, Fax: -994, E-Mail: beratung@hwk-koblenz.de

Internet: www.hwk-koblenz.de

Beratungszentrum Bundeswehr-Wirtschaft
Friedrich-Ebert-Ring 33, 56063 Koblenz
Tel.: 0261/ 398-165, Fax: 0261/ 398-934
E-Mail: presse@bundeswehr-wirtschaft.de

 
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