Partner der Bundeswehr
Vogtmann+Herold
seit 1947 in der Kfz-Instandsetzung tätig
"Generalüberholt
heißt bei uns neuwertig", versichert Kfz-Elektrikermeister
Karl-Heinz Platzer, der beim Bosch-Service Vogtmann+Herold in
Neuwied als technischer Betriebsleiter für den Geschäftsbereich
Wehrtechnik zuständig ist.
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| Karl-Heinz Platzer, Kfz-Elektrikermeister
und technischer Betriebsleiter für den Bereich Wehrtechnik,
am Volllastprüfstand für Wasser- und Luftheizungen.
Kfz-Geselle Jürgen Hönings (r.) repariert eine Standheizung. |
"Mit unserer
Prüftechnik können wir die instand gesetzten Baugruppen
aus Rad- und Kettenfahrzeugen unter Last prüfen." Gemeint
sind hier Elektronikbaugruppen, Heizgeräte, Starter, Generatoren
und Entlüftungsgebläse, für die eine hohe Instandsetzungsqualität
und Einsatz-Standzeit gefordert werden. Seit mehr als 30 Jahren
arbeitet Vogtmann+ Herold hier mit der Bundeswehr zusammen.

Die Kooperation mit der Bundeswehr
erstreckt sich aber auch auf die Bereitstellung von Trainee-Plätzen
für den Berufsförderungsdienst (BFD). Die Erfahrungen
mit der Wiedereingliederung von Gesellen, die nach ihrem Wehrdienst
in den Betriebsalltag zurückkehrten, sind sehr positiv. Dagegen
erfordert die Rückkehr in den Zivilberuf nach einer längeren
Verpflichtungszeit eine entsprechende Qualifizierungsanpassung.

"Partnerschaft bedeutet gegenseitig
Leistungen zu erbringen", umschreibt Kfz-Elektrikermeister
Horst Vogtmann als einer der Inhaber des Bosch-Services das Verhältnis
zur Bundeswehr. "Richtig angelegte Aus- und Weiterbildung
verbindet Lernen und Arbeiten, berufliche Qualifizierung und Persönlichkeitsentwicklung,
ein gesundes Gleichgewicht von Fördern und Fordern."

Auch wenn weiterhin traditionelle
handwerkliche Arbeiten an Fahrzeugen zu verrichten sind, hat sich
der Kfz-Mechaniker zum Hightech-Beruf des "Kfz-Mechatronikers"
weiterentwickelt. Demgegenüber habe sich die Werkstattrealität
in den Kasernen von der Entwicklung des betrieblichen Alltags
in den Kfz-Betrieben weitgehend abgekoppelt, so Vogtmann. Der
seit Jahren enge Finanzrahmen des Verteidigungsetats habe zu Ausstattungsmängeln,
veraltetem Gerät und Negativschlagzeilen geführt, die
auch zum Attraktivitätsverlust der Bundeswehr beitrügen.

Gleichzeitig betont Horst Vogtmann,
dass auch die Anforderungen an die Erstqualifikation in der Lehre
immer weiter steigen. Als Mitglied im Gesellen- und Meisterprüfungsausschuss
der HwK Koblenz und Vorsitzender des Berufsbildungsausschusses
des Zentralverbandes deutsches Kfz-Gewerbes (ZDK) weiß er,
dass die Ausbildungsinhalte immer wieder auf den Prüfstand
gehören. Und dass die Ausbildungsleistungen stärker
verzahnt werden müssen, zunächst zwischen den klassischen
Partnern im Dualen System, den Betrieben und Berufsschulen.

Dann aber auch mit Partnern wie der
Bundeswehr, die über enorme Potenziale im Kfz-Bereich verfügt.
Bereits jetzt sucht der ZDK das Gespräch mit der Bundeswehr
im Blick auf das in Koblenz geplante IT-Amt. Denn längst
haben in den Fahrzeugen die neuen Informations- und Kommunikationstechniken
Einzug gehalten, deren Einbau, Wartung und Reparatur wiederum
das Kfz-Technikerhandwerk berühren.

Gerade im Qualifizierungsbereich eröffnen
sich für die seit Jahrzehnten praktizierte Zusammenarbeit
zwischen Wirtschaft und Bundeswehr immer neue Perspektiven, zeigt
sich Horst Vogtmann überzeugt.
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