Angestellt als Meister
Patrick
Weidenfeller kehrt in die Backstube zurück
Nach 15 Jahren
im "Nato-Oliv" trägt er jetzt wieder sein angestammtes
"Bäcker-Weiß". Patrick Weidenfeller aus Heilberscheid
arbeitet seit knapp einem Jahr als angestellter Meister in der
Bäckerei Frank Remy in Siershahn.
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| Bäckermeister
Patrick Weidenfeller bei der Arbeit in der Backstube von Frank
Remy in Siershahn und an der Kathedralorgel von Selestat während
der Soldatenwallfahrt nach Lourdes. |
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Nach der Lehre
in der Bäckerei Quirnbach in Hundsangen und Gesellenjahren
in verschiedenen Betrieben begann für Patrick Weidenfeller
1985 der Wehrdienst im Nachschubbataillon 310 in Diez, den er
auf zwei Jahre verlängerte. Als Zivilbeschäftigter in
der Standortverwaltung blieb er zunächst in Bundeswehrnähe,
bis ihn ein Offizier als "Wiedereinsteller" gewann,
weil er mehr aus sich machen könne.

Im Rahmen der Laufbahn- und Unteroffiziersausbildung
schloss Weidenfeller eine Bürokaufmannslehre ab und spezialisierte
sich in der Ersatzteilwirtschaft weiter, bis er "Inventurgruppenführer"
und "Nachschublenkfeldwebel" wurde. Mit der Aufstockung
von 12 auf 15 Jahren und Umstrukturierungen innerhalb der Bundeswehr
kam wieder eine neue Aufgabe auf den Westerwälder zu: die
Stelle des Truppenentstrahlungs- und -entseuchungsplatzes. Nach
entsprechender Schulung führte er seinerseits Lehrgänge
zur Abwehr von ABC-Gefahren durch.

Bäckergeselle, Bürokaufmann,
Materialwirtschafter und Gefahrenabwehrer: Für die Zeit nach
der Bundeswehr gab es für den leidenschaftlichen Kirchenmusiker,
Organist und Chorleiter noch einen weiteren Traumberuf, den des
Orgelbauers. Aber als Mittdreißiger noch einmal bei Null
anfangen? Langfristige Perspektiven konnte dieser Weg dem dreifachen
Familienvater nicht bieten - er besann sich auf seine Wurzeln
im Bäckerhandwerk.

Mit dem Beratungszentrum
Bundeswehr-Handwerk stimmte Patrick Weidenfeller den Fahrplan
für den Bäcker-Meisterkurs ab. Die fachbezogenen Teile
belegte er in Teilzeit, auf die Prüfungsteile Wirtschaft,
Recht und Pädagogik wurden ihm Abschlüsse der Bundeswehr
angerechnet. Tagsüber nahm er an Lehrgängen für
Bäcker in den Ausbildungswerkstätten der HwK teil und
ging in Bäckerbetrieben der Region in Praktika, um möglichst
viel vom heutigen Berufsalltag zu erfahren.

Ein Praktikumsbetrieb war der von
Bäckermeister Frank Remy in Siershahn: „Die Ansprüche
im Bäckerberuf sind gestiegen. Qualität ist unser oberstes
Gebot und die erreichen wir nur durch Zuverlässigkeit und
Engagement. Ich suchte gerade einen Mitarbeiter, der etwas leisten
kann und will." Dass er dafür der Richtige ist, davon
hat Patrick Weidenfeller seinen heutigen Arbeitgeber Frank Remy
überzeugt. Die beiden Meister, je ein Geselle und Lehrling
leisten die Arbeit in der Backstube und bestücken den Laden,
in dem vier Verkaufskräfte arbeiten.

Und wenn die Arbeit im "Bäcker-Weiß"
getan ist, nutzen die beiden Meister die Zeit für ganz unterschiedliche
"Hobbys". Frank Remy arbeitet seit Neuestem im Vorstand
seiner Innung mit, will sich als Sprachrohr für die Betriebe,
die durch Öko-Steuer, 325-Euro-Gesetz und steigende Lohnnebenkosten
wirtschaftlich „immer kleinere Brötchen" backen
müssen, einbringen.

Patrick Weidenfeller zieht es nach
Feierabend ans Dirigentenpult seiner Chöre oder an den Spieltisch
der Kirchenorgel...
Service am Börsenplatz Koblenz
Die HwK-Betriebsbörse
ist ein bewährter Marktplatz, der ständig aktualisiert
im Internet unter www.hwk-koblenz.de zur Verfügung steht.
Ob Betriebsübernahme oder -übergabe, Betriebsleiterstellen
oder Teilhaberschaften, Gewerbeflächen oder Räumlichkeiten,
Maschinen oder Einrichtungsgegenstände: Die Daten kann man
sich hier nach Gewerk und Landkreis filtern lassen. Die HwK-Betriebsbörse,
die viermal jährlich auch in gedruckter Fassung erscheint,
bringt Angebot und Gesuch zusammen und vermittelt die Kontakte.
Die HwK-Betriebsberater begleiten den Wechsel mit Rat und Tat,
analysieren die Marktsituation mit Chancen und Risiken und weisen
auf Förderprogramme hin.

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