Betriebsalltag kennen lernen
Torsten
Winnen konfiguriert sich seinen EDV-Arbeitsplatz
Nach seiner Zweiradmechanikerlehre
trat Torsten Winnen den Grundwehrdienst an. Kurz vor der Auskleidung
- er hatte bereits eine Arbeitsstelle in seinem erlernten Beruf
in Aussicht - entschloss er sich zur Verpflichtung als Soldat
auf Zeit, zunächst auf vier, später auf acht Jahre.
Jetzt holt er sich in Schulungen und Betriebspraktika den letzten
Schliff, um im Herbst als IT-Systemtechniker auf dem Arbeitsmarkt
wieder Fuß zu fassen.
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| Stephan Peters
(l.) und Torsten Winnen konfigurieren einen Server, wie er
in Großunternehmen zum Einsatz kommt. |
Zuletzt im Truppeneinsatz
war Torsten Winnen im Amt für Nachrichtenwesen in Ahrweiler-Grafschaft.
"Alles mitnehmen", lautete seine Devise und so belegte
er im Zuge seiner Laufbahnqualifizierung bereits Kurse in EDV-
und Netzwerktechnik. Dem SaZ 8 steht vor Dienstzeitende ein Zeitraum
von 18 Monaten für Bildungsmaßnahmen zur Verfügung.
Der Tipp eines Kameraden führte ihn zum Beratungszentrum
Bundeswehr-Handwerk bei der HwK Koblenz.

Im persönlichen Beratungsgespräch
entwickelte das Beratungszentrum
mit dem 28-Jährigen aus Rüscheid ein Konzept, das aus
Lehrgängen zum EDV-Systemkoordinator und Internet-Assistenten
sowie Zeiten der praktischen Umsetzung im Betriebsalltag besteht.
"Der Unterrichtsstoff von mehreren Jahren ist hier in wenige
Monate gepackt. Ohne die direkte Umsetzung der Theorie in die
Praxis kann sich keiner das alles aneignen", erläutert
Torsten Winnen und zeigt sich zufrieden mit der Möglichkeit,
bei Stephan Peters und "PeCom Datensysteme" in Neuwied
den Arbeitsalltag kennen zu lernen.

Stephan Peters, der seit mehr als
zehn Jahren Behörden und Verwaltungen mit Netzwerktechnik,
Hard- und Software beliefert und die Mitarbeiter in die Anwendung
einweist, ist seit drei Jahren Ausbilder für IT-Berufe. Inzwischen
beschäftigt er neben drei Kaufleuten insgesamt fünf
Systemtechniker. Gleich drei Praktikanten "konfigurieren"
sich derzeit bei PeCom ihren Arbeitsplatz in der EDV-Branche.
Dabei müssen sie in allen Feldern 'ran, ob Kabel ziehen,
Schaltschränke bauen, Programmieren oder Kundendienst draußen.

Der Betriebsinhaber nimmt gerne Praktikanten
aus dem Bereich der Bundeswehr, denn "die sind einsetzbar,
weil sie ganz anders im Leben stehen als ein Schulabgänger,
der zu Hause an seinem Computer bastelt". Und da sich sein
Betätigungsfeld ausweitet - ein neuer Schwerpunkt wird das
Internetdesign - stehen die Chancen auf einen späteren Arbeitsplatz
für engagierte Praktikanten recht gut.
Beratungszentrum
Bundeswehr-Wirtschaft
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