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Ziel: Zahntechnikermeister!

Sanitätsdienst einmal anders:
Sascha Bär arbeitet beim Bundeswehr-Zahnarzt

Sein Vorgesetzter im Sanitätsdienst der Bundeswehr am Fliegerhorst Köln-Wahn, Oberfeldarzt Dr. Hans-Joachim Nickenig, bringt es auf den Punkt: "Stabsunteroffizier Bär hat in unserer Zahnarztgruppe einen sehr interessanten und vielseitigen Arbeitsplatz, aus dem er, wenn er will, wirklich etwas machen kann." Und Sascha Bär hat vor, seine Chance zu nutzen und nach Möglichkeit die Bundeswehr als Handwerksmeister zu verlassen.

Sascha Baer
Zahntechniker und Stabsunteroffizier Sascha Bär "trimmt" eine Zahnprothese.


Einen ersten wichtigen Schritt dazu ist er bereits gegangen. Als er sich nach seinem Wehrdienst in Lahnstein auf vier Jahre verpflichtete und nach Köln-Wahn versetzt wurde, profitierte er von der neuen Laufbahnverordnung. Da sein erlernter Beruf als Zahntechnikergeselle "militärisch verwertbar" ist, trat er seine neue Dienststelle als Stabsunteroffizier an. Als Zahntechniker in der Truppe ist der junge Mann aus Irmtraut/WW ein Exot: Nur eine handvoll Stellen gibt es bundesweit - die meisten Sanitätszentren arbeiten mit zivilen Zahntechnikerbetrieben zusammen.

Vielfalt seines Handwerks

Am Fliegerhorst ist eine komplette Zahnklinik mit fünf Fachärzten eingerichtet, deren Einzugsgebiet sich auf die Standorte in Rheinland-Pfalz und in Nordrhein-Westfalen erstreckt. Hierher kommen vor allem die "schwierigen Fälle", bei denen komplexe, oftmals kieferchirurgische Behandlungen über einen längeren Zeitraum anstehen. Da muss einfach die zahntechnische Zuarbeit Hand in Hand vor Ort laufen.

Bereits in die Gespräche zwischen Patient und Zahnarzt ist Sascha Bär mit eingebunden und damit in die Planung von Prothesen und Implantaten. Er erstellt mit Hilfe von Digitalfotografie und Protokollführung die Dokumentation, die als Grundlage für die Genehmigung des Heil- und Kostenplanes per Videokonferenz zum begutachtenden Zahnarzt im Sanitätsamt der Bundeswehr in München geht. Von Abdruck- und Modellerstellung in allen Varianten über die Arbeitsvorbereitung für die Implantationsoperationen bis zu Feinanpassungen und Reparaturen am provisorischen und endgültigen Zahnersatz durchläuft alles seine kleine Werkstatt.

Selbstständiges Arbeiten

Der 23-Jährige, der auch privat in Köln eine neue Heimat fand, hat inzwischen den Antrag auf "SaZ 12" gestellt. Der Job in der Bundeswehr sagt ihm zu, denn hier kann er in vielen abwechslungsreichen Feldern selbstständig arbeiten. Und er sieht auch berufliche Aufstiegschancen: Zum einen durch die Berufsförderung über den BFD während, am Ende und nach der Dienstzeit als Soldat, zum anderen durch die Nähe zu zahlreichen zahntechnischen Labors im Köln-Bonner Raum.

Den Grundstein für seine Karriere bei der Bundeswehr hatte Sascha Bär mit der Lehre im Synthese-Dental-Labor in Westerburg und anschließenden "Lehr- und Wanderjahren" über anderthalb Jahre gelegt. Seine Zeit im Sanitätsdienst nutzt er bereits jetzt für berufsbegleitende Weiterqualifizierungen mit Materialien und in Arbeitstechniken, die in der Zahnarztgruppe extern an zivile Zahnlabore vergeben werden müssen. Wenn er in ein paar Jahren die Truppe wieder verlässt, kann er auf intensive Berufs- und Lebenserfahrung verweisen, die ihm am zivilen Arbeitsmarkt attraktive Perspektiven eröffnen.

Beratungszentrum Bundeswehr-Wirtschaft
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Tel.: 0261/ 398-165, Fax: 0261/ 398-934
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