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Kurs auf den eigenen Betrieb

Horst Bezvald: Als Meister und Betriebswirt Unternehmensnachfolge angehen

Zwölf Jahre bei der Bundeswehr und dort an Qualifikation mitnehmen, was angeboten wird, hat Horst Bezvald aus Simmertal zu seiner Devise gemacht. Der gelernte Heizungsbauer verpflichtete sich nach seiner Gesellenprüfung und anderthalb Jahren im Beruf als Soldat auf Zeit.

Horst Bezvald
Übung macht bekanntlich den Meister: Im Rahmen des fachpraktischen Meisterkurses stellt Horst Bezvald Gasgebläsebrenner ein und misst die Abgaswerte.


Stationen seiner militärischen Laufbahn beim Jagdbombergeschwader 35 waren die Kfz-Staffel in Germersheim, die Instandsetzungsstaffel zunächst in Bad Sobernheim und nach deren Auflösung in Laage bei Rostock. Gemeinsam mit fünf Soldaten und einem Zivilbeschäftigten trug er als Oberfeldwebel Verantwortung für die Betriebsbereitschaft von Start- und Landebahn sowie von dem dafür benötigten Gerät - vergleichbar mit den Aufgaben einer Straßenmeisterei.

Für den heute 35-Jährigen stand als Ziel die Selbstständigkeit früh fest. Bereits während seiner Dienstzeit nutzte er über BFD-AGen berufsbegleitend verschiedene Möglichkeiten, sich für die Rückkehr in seinen Zivilberuf fit zu machen: Er schloss an der Bundeswehrfachschule die Ausbildung zum "Heizungs-, Lüftungs- und Klimatechniker" und zur "Technisch-kaufmännischen Kraft im Handwerk" erfolgreich ab, erwarb den AdA-Schein (Ausbildereignung) und hatte damit die Prüfungsteile II bis IV der Meistervorbereitung als Installateur und Heizungsbauer absolviert.

"Wenn man drei von vier Teilen der Meisterprüfung in der Tasche hat, gehört der letzte Teil, die Fachpraxis, auch noch dazu. Der Meister ist ein anerkannter Abschluss und die beste Grundlage für die Existenzgründung", betont der Hunsrücker. Nach einem Schweißerlehrgang im HwK-Berufsbildungszentrum Bad Kreuznach zur Vorbereitung auf den Meisterkurs ist jetzt das Metall- und Technologiezentrum in Koblenz für zehn Monate sein Zuhause.

Um den hohen Anforderungen in der Unternehmensführung gerecht werden zu können - Horst Bezvald hat bereits seine Fühler nach einem geeigneten Betrieb ausgestreckt, den er übernehmen möchte und in dem er bereits Zeiten der "Ausbildung am Arbeitsplatz" verbrachte -, setzt er ab Oktober den Vollzeitlehrgang "Betriebswirt des Handwerks" oben drauf.

Die finanziellen und zeitlichen Möglichkeiten, die ihm der Berufsförderungsdienst der Bundeswehr (BFD) eröffnete, konnte Horst Bezvald voll ausschöpfen, weil er sich sehr früh Gedanken um "die Zeit nach dem Bund" machte. Und wo die BFD-Freistellung nicht ausreichte, brachte er als Investition in die eigene Zukunft auch Teile seines Urlaubes ein.

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