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Fühler in alle Richtungen ausgestreckt

Marko Hillen: Als Tischlermeister Sozialpädagogik studieren

Zielstrebig geht Marko Hillen seine weit gesteckten Ziele an und streckt dabei doch seine Fühler in alle Richtungen aus.

Marko Hillen
Holzbearbeitungsmaschinen wie die stationäre Tischfräse einrichten und mit ihnen arbeiten, gehört für Marko Hillen zu den Inhalten der fachpraktischen Meistervorbereitung im Tischlerhandwerk.


Der gelernte Tischler arbeitete bei der Bundeswehr als Versorgungsdienstfeldwebel, jobte im Urlaub in einer Zimmerei, machte einen Teil seiner Ausbildung am Arbeitsplatz in einem Kunststoff verarbeitenden Betrieb und in einer Behindertenwerkstatt. Nach einem freiwilligen sozialen Jahr (FSJ) plant er das Studium der Sozialpädagogik.

Der 27-Jährige aus Mayen-Hausen trat nach seiner Lehre in die Bundeswehr ein und verpflichtete sich nach seinem Wehrdienst auf insgesamt acht Jahre. Von der Heeresfliegerausbildungsstaffel in Mayen kam er später nach Mendig. Auch wenn die Aufgabe als Versorgungsdienstfeldwebel eher kaufmännisch ausgerichtet ist, konnte er doch in der Betreuung vieler Veranstaltungen auch praktische Erfahrungen in seinem ursprünglichen Beruf sammeln. Denn ihm oblag die Organisation und der handwerkliche Aufbau beispielsweise von Bühnen für Flugtage.

Lernen in der Dienstzeit

Seine Dienstzeit nutzte Marko Hillen von Anfang an, um sich frühzeitig auf die Rückkehr in den Zivilberuf vorzubereiten. So belegte er die Teile III und IV der Meisterprüfung (Wirtschaft, Recht, Pädagogik) als BFD-AG im Abend- bzw. als Crashkurs im Urlaub. Er gehörte zu den ersten, die die Möglichkeit zum "Ausbildungscoaching" nutzten. In der Zimmerei Ulrich Schmitt in Mayen lernte er "ein anderes Spektrum des Holzhandwerks" kennen.



"Sowohl beim Meister wie auch beim Feldwebel ist nicht nur die umfassende fachliche, sondern mehr noch die soziale Kompetenz im Zusammenspiel von Meistern, Lehrlingen und Gesellen gefordert."
Tischlermeister in spe Marko Hillen aus Mayen.



In diesem Betrieb durchlief er dann später auch einen Teil seiner praktischen "Ausbildung am Arbeitsplatz" im Rahmen der Fachausbildung, für die er im Beratungszentrum Bundeswehr-Handwerk gemeinsam mit dessen Leiter Hans-Joachim Benner die Planung ausarbeitete. Den Tipp hatte er von BFD-Beraterin Karin Dötsch bekommen. Weitere Elemente waren Grundlagenkurse in der Holz- und Kunststoffbe- und -verarbeitung, der "Betriebswirt des Handwerks" - "In der praxisorientierten Gruppenarbeit werden hier die Inhalte wirklich vertieft!" - und schließlich die fachpraktische und -theoretische Meisterprüfung (Teile I & II), auf die er sich derzeit vorbereitet.

Mit Ausbildungsphasen bei Adendorf Kunststoffe und in den Caritas-Werkstätten in Mayen vertiefte Marko Hillen die Lehrgangsinhalte in der Praxis. Vor allem in der Behindertenwerkstatt machte er die Erfahrung, dass das "Aufgabenspektrum des Feldwebels viele Gemeinsamkeiten aufweist mit dem des Meisters in einem Betrieb". Nicht nur die umfassende fachliche Kompetenz sondern mehr noch die soziale ist dort im Zusammenspiel von Meistern, Lehrlingen und Gesellen gefordert.

In den Caritas-Werkstätten tritt der angehende Tischlermeister nach Abschluss seiner Fachausbildung sein FSJ an, eine Zeit, die auf das Studium angerechnet wird, für das wiederum der Meisterbrief für ihn die Zugangsvoraussetzung darstellt. Eine Tätigkeit zwischen sozialpädagogischer Betreuung und handwerklichem Arbeiten ist seine Perspektive für die Zukunft.

Beratungszentrum Bundeswehr-Wirtschaft
Friedrich-Ebert-Ring 33, 56063 Koblenz
Tel.: 0261/ 398-165, Fax: 0261/ 398-934
E-Mail: presse@bundeswehr-wirtschaft.de

 
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