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Vom Kerosingeruch angezogen

Benedikt Frenzel sorgt am Flughafen Saarbrücken für reibungslosen Betrieb

Als Soldat arbeitete er am Tornado und trug dadurch eine hohe Verantwortung für den Flugbetrieb des Jagdbombergeschwaders 33 in Büchel. Der Geruch des Kerosins hat ihn jetzt wieder angezogen. Am Internationalen Verkehrsflughafen Saarbrücken arbeitet Benedikt Frenzel jetzt im technischen Betriebsdienst. "Wir haben hier eine Schlüsselstellung", sagt er augenzwinkernd - das nicht nur, weil er Zugang zu (fast) allen Türen des Flughafens hat, sondern auch, weil sein Team dafür verantwortlich ist, dass alles "rund um die Uhr am Laufen bleibt".

Benedikt Frenzel
Durchgestartet: Installateur- und Heizungsbauermeister Benedikt Frenzel arbeitet im technischen Betriebsdienst des Saarbrücker Flughafens und sorgt in vielfältigen Aufgaben für einen reibungslosen Ablauf.


Der gelernte Zentralheizungs- und Lüftungsbauer kam durch seinen Bruder auf den Geschmack, sich als Soldat auf Zeit zu verpflichten. Und so wurde der Fliegerhorst im Landkreis Cochem zu seiner militärischen Heimat. Als Lfz-Gerätehydrauliker, später als Eloka-Gerätemechaniker und schließlich als Kommunikationselektronikermeister erweiterte der gebürtige Saarländer durch seine Arbeit am Tornado sein handwerkliches Können besonders im elektrotechnischen Bereich.

Praktiker im Handwerklichen

Die praktisch-handwerkliche Arbeit strebte Benedikt Frenzel auch wieder für die Zeit nach der Bundeswehr an. Durch eine Informationsveranstaltung in der Kaserne auf das Beratungszentrum Bundeswehr-Wirtschaft aufmerksam geworden, erarbeitete er dort den Plan für seine Fachausbildung über den Berufsförderungsdienst. Als Meister die Bundeswehr zu verlassen und gleichzeitig über Zeiten der betrieblichen Ausbildung die Berufswirklichkeit einzuholen, waren für ihn das Bestechende an dem Konzept.

Von seinem ursprünglichen Ziel, ein bestehendes Unternehmen aus dem Installateur- und Heizungsbauerhandwerk zu übernehmen, nahm er Abstand, nachdem er die Erfahrung machen musste, wie schwer manchem Betriebsinhaber das Loslassen fällt. Eine Neugründung erschien ihm in der derzeitigen Wirtschaftslage zu riskant. So griff er dann gerne bei der Stelle am Flughafen zu.

Für ihn hilfreich waren dabei die Erfahrungen, die er bei der Bundeswehr durch die Tätigkeiten im Flugbetrieb gesammelt hatte. Faszinierend findet er die Vielfalt seiner Aufgaben und Tätigkeiten: ob die Wartung und Überprüfung von Leichtflüssigkeitsabscheidern, Pumpwerken, Klima- und Lüftungsaggregaten, Heizungsanlagen - auch in Fernüberwachung per PC - oder die Instandhaltung von Automatiktüren und Gepäckförderbändern.

Fachübergreifende Arbeiten

"Auch wenn sich die Arbeiten in der routinemäßigen Kontrolle wiederholen, komme ich hier mit zahlreichen Tätigkeiten in Berührung, die im Alltag eines Unternehmens die absolute Ausnahme bleiben oder für viele nach dem Meistervorbereitungskurs nie wieder auftauchen".

Eine wichtige Voraussetzung für seinen heutigen Arbeitsplatz war für Benedikt Frenzel auch der LKW-Führerschein, den er von der Bundeswehr mitbrachte. Und das Lernen geht für ihn jetzt weiter - sein Arbeitgeber schickt ihn demnächst auf den "Grundlehrgang Werksfeuerwehr", der einfach dazugehört, wenn man sich vom Geruch des Kerosins anziehen lässt ...

Beratungszentrum Bundeswehr-Wirtschaft
Friedrich-Ebert-Ring 33, 56063 Koblenz
Tel.: 0261/ 398-165, Fax: 0261/ 398-934
E-Mail: presse@bundeswehr-wirtschaft.de

 
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