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Auf höherem Level zurück in den Beruf

Als Meister und Restaurator im Tischlerhandwerk
strebt Thorsten Fuhr eine Führungsaufgabe an

Er ist in der Welt des Holzes zu Hause. Deshalb hat sich Thorsten Fuhr auch zum Ziel gesetzt, nach zwölf Jahren bei der Bundeswehr wieder in seinen Tischlerberuf zurückzukehren - aber auf einem höheren Level. Mit der Meisterprüfung, die er zu Jahresbeginn erfolgreich abgeschlossen hat, der Qualifizierung zum Restaurator im Tischlerhandwerk und einer mehrwöchigen Ausbildung im Betriebsalltag bereitet er sich auf seinen zukünftigen Arbeitsplatz vor.

Thorsten Fuhr
Substanzerhaltung durch Verwendung ursprünglicher Materialien und Techniken: Im Rahmen der Ausbildung zum Restaurator im Tischlerhandwerk reinigt und konserviert Thorsten Fuhr die Oberfläche einer historischen Tür mit Leinöl.


Dabei beschreibt der 33-Jährige aus Mörschied als sein Ziel, in einem größeren Unternehmen an der Schnittstelle von Produktionsplanung und Auftragsabwicklung sowohl handwerklich als auch unternehmerisch zu arbeiten. Konstruieren am Computer über CAD und die Steuerung der Holzbearbeitungsmaschinen über CNC zählen für ihn zum selbstverständlichen Handwerkszeug.

Gezielte Spezialisierung

Ein weiterer Bereich ergibt sich aus seinem Spezialgebiet, der Restaurierung. "Es gibt sehr viele wirklich erhaltenswerte Einrichtungsgegenstände oder beispielsweise Türen aus Holz. Aber nur wenige haben sich das erforderliche Hintergrundwissen angeeignet, um durch den Einsatz von historischen Materialien und Techniken diese Zeugnisse aus der Vergangenheit für die Zukunft zu erhalten", beschreibt Thorsten Fuhr sein Interesse an der Tätigkeit als Restaurator.

Von März bis Dezember gibt der Hunsrücker seine Wochenenden daran, um im HwK-Zentrum für Restaurierung und Denkmalpflege den Teilzeitkurs zum Restaurator abzuschließen. Parallel dazu arbeitet er sich in seinem früheren Lehrbetrieb, der Schreinerei Brust & Schütz in Veitsrodt, in die Auftragsplanung und -abwicklung ein. Zunächst hatte er dort "als Geselle in der Werkstatt mitgearbeitet", um sich mit "den praktischen Anforderungen und den Maschinen vertraut zu machen, die in den vergangenen Jahren in unserem Handwerk hinzugekommen sind".

Die Praxis wieder einholen

In zwei weiteren Betrieben beschäftigte er sich im Rahmen seiner Fachausbildung, die er mit dem Beratungszentrum Bundeswehr-Wirtschaft konzipierte, mit den Anforderungen in einer Bauschreinerei und mit dem Treppenbau, "um ein möglichst breites Spektrum der Praxis kennen zu lernen", erläutert Thorsten Fuhr. Denn in den Streitkräften war er als Nachschubmeister zwar in einer heimatnahen, dafür aber in einer von seinem Beruf weit entfernten Verwendung in Einheiten der 2. Luftwaffendivision Birkenfeld eingesetzt.

Die Doppelbelastung aus der Ausbildung am betrieblichen Arbeitsplatz und dem Restauratorenlehrgang an den Wochenenden nimmt er gerne in Kauf. Denn mit seinem Know-how aus dem traditionellen wie dem hochmodernen Handwerk stehen ihm viele Perspektiven offen.

Infopunkt   Meisterprüfung PLUS

... Restaurator im Handwerk

Die Qualifizierung zum Restaurator im Handwerk setzt einen Meistertitel voraus oder kann im Verbund mit einer "Meistervorbereitung PLUS Fortbildung" begleitend und integriert in die fachlichen Teile I&II sowie die wirtschaftlichen, rechtlichen und pädagogischen Teile III&IV der Meisterprüfung erworben werden.

In fachübergreifenden Seminaren unterweisen erfahrene Dozenten die angehenden Restauratoren in die Grundlagen der handwerklichen Restaurierung sowie der Denkmalpflege. Dabei werden Dokumentation, Bauphysik, Bau- und Stilgeschichte sowie Bauaufnahme erlernt. In fachspezifischen Teilen werden Lehrinhalte wie der Umgang mit historischen Materialien und Werkzeugen sowie Sanierungs- und Instandsetzungstechniken vermittelt. Neben dem Erlernen alter Handwerkstechniken stehen auch moderne Technologien und deren Einsatzmöglichkeiten auf dem Lehrplan. Die Restauratoren-Lehrgänge sind modular aufgebaut und finden überwiegend in Teilzeit im HwK-Zentrum für Restaurierung und Denkmalpflege statt.

Weitere Informationen im HwK-Zentrum für Restaurierung und Denkmalpflege Herrstein,
Tel.: 06785/ 9731-760, Fax: -769, E-Mail: zrd@hwk-koblenz.de, Internet:
www.hwk-koblenz.de

Beratungszentrum Bundeswehr-Wirtschaft
Friedrich-Ebert-Ring 33, 56063 Koblenz
Tel.: 0261/ 398-165, Fax: 0261/ 398-934
E-Mail: presse@bundeswehr-wirtschaft.de

 
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