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Gelerntes direkt im Betrieb umsetzen

Feinwerkmechanikermeister und Schweißfachmann Oliver Kempf
arbeitet als "Juniorpartner" in der Werbetechnik

"Für mich war es besonders wichtig, im Anschluss an die Fachkurse das Gelernte direkt im Betrieb umzusetzen. Ob die technische Projektierung, das Kundengespräch oder die Auftragsabwicklung - ohne die praktische Ausbildung im Betrieb wäre es mir schwer gefallen, die zehnjährige Abwesenheit aus meinem erlernten Beruf wieder aufzuholen", drückt Feinwerkmechanikermeister Oliver Kempf seine Zufriedenheit über das Erreichte aus.

Wolfgang Cappel - Oliver Kempf
Gemeinsame Arbeitsplanung im Edelstahlschweißen: Wolfgang Cappel (l.) und Oliver Kempf besprechen die Fertigungsschritte für einen Werbepylon.


Wenn er Ende September 2004 aus der Bundeswehr entlassen wird, hat er sich eine qualifizierte Anstellung bei Wolfgang Cappel erarbeitet. Der Chef von Cappel Werbung & Technik in Bad Marienberg, bei dem Oliver Kempf in vier Phasen seine "Ausbildung am Arbeitsplatz" erhält, macht deutlich, dass hier das "Geben und Nehmen in einem guten Verhältnis steht".

Das wird auch darin deutlich, dass die ursprüngliche Planung der Fachausbildung in Absprache mit dem Unternehmer ergänzt wurde. In weiteren Lehrgängen über sein Dienstzeitende hinaus qualifiziert sich der 32-jährige Soldat auf Zeit (SaZ) zum Europäischen Schweißfachmann, um im Betrieb diesen Bereich eigenständig abdecken zu können.

Mit qualifiziertem Personal expandieren

Eine personelle Verstärkung in seinem Familienunternehmen stand für Wolfgang Cappel an, da sich seine Auftragslage kontinuierlich positiv entwickelt (www.cappel-werbung.de). Dass sich Kempf und Cappel von ihrem früheren gemeinsamen Arbeitgeber bereits kannten, machte das Zusammenkommen sicher einfacher. "Was mich aber besonders interessiert hat, war die Frage: Was hast du aus deiner Zeit beim Bund gemacht? Hast du Interesse gezeigt, dich beruflich weiter zu entwickeln?", umschreibt der Werbetechniker seine Bereitschaft, dem SaZ eine Perspektive zu eröffnen. "Oliver ist ja kein Lehrling mehr. Er muss für uns sein Geld Wert sein!"

Gerade in einem kleinen Betrieb trägt jeder Einzelne eine besonders hohe Verantwortung, muss sich flexibel auf die Kunden einstellen können, getroffene Entscheidungen mittragen und umsetzen. Eine Voraussetzung, die sich Kempf im Umgang mit vielen Charakteren während seines Dienstes in den Streitkräften angeeignet hat. Nach seiner Maschinenbauerlehre arbeitete er bei der Bundeswehr zunächst berufsnah als Instandsetzungsunteroffizier, später als Versorgungsfeldwebel und schließlich in der Grundausbildungskompanie in Diez.

"Enorme Möglichkeit" intensiv genutzt

Zur Vorbereitung seiner Rückkehr in den Zivilberuf nutzte der Westerwälder als einer der Ersten die Möglichkeit zum Ausbildungscoaching. Während seiner Fachausbildung, die er mit dem Beratungszentrum Bundeswehr-Wirtschaft durchplante, legte er nach Einführungskursen in den aktuellen Stand der Metallbe- und -verarbeitung die Meisterprüfung als Feinwerkmechaniker ab und konzentriert sich jetzt auf die verschiedenen schweißtechnischen Verfahren.

In der betrieblichen Ausbildung bei Cappel arbeitete er sich schrittweise in alle Unternehmensbereiche von der Arbeits- und Personalplanung über die Auftrags- und Projektabwicklung bis zur handwerklichen Umsetzung konkreter Auftragsarbeiten ein. "Was die Bundeswehr ihren SaZ durch die Berufsförderung ermöglicht, ist enorm", sind sich Wolfgang Cappel und Oliver Kempf einig.

Der Unternehmer bescheinigt seinem "Juniorpartner" in der Fertigung, dass er seine Chance genutzt, sich frühzeitig Gedanken gemacht und mit einem praxisbezogenen Konzept seinen zukünftigen Arbeitsplatz zielgerichtet erarbeitet hat.

Beratungszentrum Bundeswehr-Wirtschaft
Friedrich-Ebert-Ring 33, 56063 Koblenz
Tel.: 0261/ 398-165, Fax: 0261/ 398-934
E-Mail: presse@bundeswehr-wirtschaft.de

 
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