Als Soldat zum Meister
OFw Robin Ber qualifiziert sich bei der Bundeswehr zum Fernmeldespezialist
Bereits vor seiner Gesellenprüfung als Elektroinstallateur hatte sich Robin Ber über die beruflichen Möglichkeiten bei der Bundeswehr informiert und als Soldat auf Zeit beworben. Da er einen "militärisch verwendbaren Eingangsberuf" erlernt hatte, konnte er als Feldwebelanwärter gleich mit höherem Dienstgrad seinen Dienst bei den Fernmeldern in Lahnstein antreten.
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| Aufbau und Konfiguration: Oberfeldwebel Robin Ber programmiert eine digitale Vermittlungsanlage über Laptop. |

"Die Bundeswehr eröffnet mir enorm viele Möglichkeiten", zeigt sich der 23-Jährige aus Ruppichteroth von der Richtigkeit seiner Berufswahl überzeugt. Er strebt die Übernahme als Berufssoldat an. Robin Ber weiß aber auch, dass nur etwa jeder Zehnte diese Chance bekommt. "Aber mit dem, was ich während der Bundeswehrzeit lerne, und mit dem, was ich über den Berufsförderungsdienst und beispielsweise das Beratungszentrum Bundeswehr-Wirtschaft darauf aufbauen kann, stehen mir weitere Alternativen offen - bis hin zur Selbstständigkeit im Elektro- oder Informationstechniker-Handwerk."
Arbeitsplatz am Hindukusch
Nachdem er seine Unteroffiziers- und Feldwebellehrgänge erfolgreich absolviert hat und bereits nach drei Jahren Truppendienst zum Oberfeldwebel befördert wurde, steht für ihn im Sommer des kommenden Jahres der Meistervorbereitungskurs im Elektrotechniker-Handwerk an. Zuvor wird er nach Kundus/Afghanistan in den Einsatz gehen.

Dafür wird er derzeit in Speziallehrgängen für digitale Fernmelde- und Vermittlungstechnik vorbereitet. Seinen Dienstposten wird er im zweiten Glied hinter den Satelliten gestützten Signalempfängern (SatCom) einnehmen und dort alle eingehenden Informationen an die entsprechenden Stellen weiterleiten. Aufbau, Betrieb und Instandsetzung dieser modernen Kommunikationstechnologien gehören dann zu seinen Aufgaben unter Einsatzbedingungen.
Sich weiter entwickeln
"Dass ich im Rahmen meiner Bundeswehrzeit in den Auslandseinsatz gehen würde, war mir bereits bei der Verpflichtung bewusst. Was meinen Beruf als Soldat und Fernmeldetechniker der Bundeswehr ausmacht, was ich gelernt und eingeübt habe, ist darauf ausgerichtet und gehört einfach dazu", beschreibt Robin Ber seine Sichtweise. In gewisser Hinsicht freut er sich auch auf diese Herausforderung. "Im Einsatz leben und arbeiten wir in bescheidenen Verhältnissen. Wie ich von Kameraden weiß, nimmt die einheimische Bevölkerung die deutschen Truppen sehr wohlwollend auf."

Welche konkrete Verwendung den Siegerländer nach Auslandseinsatz und Meisterkurs erwarten wird, weiß Robin Ber natürlich noch nicht. In einem aber ist er sich sicher: "Ich werde mich in der Bundeswehr beruflich und menschlich immer weiter entwickeln."
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