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Es geht immer um die Wurst

Die drei Karrieren des Stefan Beyer:
Fleischermeister, Redaktionssoldat und IT-Systemmanager

Als Fleischergeselle belegte er den 2. Platz im Landesentscheid des Praktischen Leistungswettbewerbs der Handwerksjugend (PLW) in Nordrhein-Westfalen. Mit 21 Jahren war er Deutschlands jüngster Fleischermeister. Als Oberleutnant zählte er zu den Internet-Pionieren im Heer. Egal, welche Tätigkeit Stefan Beyer gerade ausübt - in seiner Zielstrebigkeit zeigt er, dass es ihm sprichwörtlich um die Wurst geht.

Stefan Beyer
Projektarbeit im Lehrgang "Internet-Manager": Stefan Beyer programmiert eine Online-Mitfahrerbörse.
Stefan Beyer (c) Webmaster Heer Der Oberleutnant steht unter www.deutschesheer.de unter den ehemaligen Redaktionsmitgliedern.


Der heute 32-Jährige aus Bramsche fand durch die Bundeswehr eine neue Heimat in Koblenz. Zur Truppe wiederum kam er, "um für qualifizierte Stellen nicht mehr zu jung zu sein". Nachdem er als Fleischergeselle in verschiedenen Unternehmen gearbeitet hatte, um unterschiedliche Betriebsstrukturen und Produktionsverfahren kennen zu lernen, suchte der frisch gebackene Fleischermeister vergeblich nach einer entsprechenden Anstellung und verpflichtete sich deshalb für zwei Jahre als Reserveoffiziersanwärter.

Von der Truppenküche
zur Onlineredaktion


Als Feldkoch eingezogen, versah Stefan Beyer nach der Grundausbildung in Hannover seinen Dienst im Jägerbataillon in Fürstenau, wo er - unter der Voraussetzung, nicht weiter in der Küche eingesetzt zu werden - sich als Reserveoffizier verpflichtete. Bei den Jägern auf den Geschmack gekommen, verlängerte er schließlich auf zwölf
Jahre und kam zu den Panzergrenadieren nach Koblenz. Während einer Auslandsverwendung führte er einen gemischten Grenadierzug und half beim Wiederaufbau zweier Dörfer in der Nähe von Sarajevo, bevor er in seiner Schlussverwendung in das Heeresamt der Bundeswehr in Köln kam.

Sein neuer Auftrag: Eine Redaktion für den Internetauftritt www.deutschesheer.de mit aufzubauen. Als "Chef vom Dienst", wie die Aufgabe im Pressejargon genannt wird, trug er die Verantwortung für die Organisation in der Onlineredaktion und das Erscheinungsbild der Homepage. Dabei konnte er sein Hobby - „alles, was mit Computern zu tun hat“ - zum neuen Beruf machen.

Einstieg in die IT-Branche

Auf zwei Gleisen stellte Stefan Beyer frühzeitig die Weichen für seine berufliche Zukunft. Durch seine Arbeit im Redaktionsteam knüpfte er einerseits Kontakte zu Unternehmen der IT-Branche, beispielsweise in den Bereichen Redaktionssystem und Webdesign. Andererseits suchte er nach einem zielgerichteten Konzept für seine Fachausbildung über den Berufsförderungsdienst der Bundeswehr (BFD). Dem Oberleutnant war bewusst: "Ich habe zwei Jahre Zeit, meine Visitenkarte zu hinterlegen."

Auf das Beratungszentrum Bundeswehr-Wirtschaft und die praxisorientierte modulare Qualifizierung zum IT-(System-)Manager aufmerksam geworden war er als "Kunde" der Öffentlichkeitsarbeit aus Koblenz. Mit den Experten aus der Kammer, dem Koblenzer Unternehmen CHS Data Systems GmbH (www.chs.de) und seinem BFD-Berater stimmte er die Inhalte seiner Fachausbildung ab, die am Ende seiner Dienstzeit bei der Bundeswehr in die Übernahme in eine Beschäftigung bei CHS führen soll.

Ergänzend zu den Fortbildungslehrgängen profitiert Stefan Beyer bereits heute von der Möglichkeit, sich in den betrieblichen Alltag einzuarbeiten. Sein Ziel ist die Arbeit in der kundenorientierten Projektabwicklung. Dafür benötigt er das technische Basiswissen genauso wie das unternehmerische Know-how, um abzuschätzen, was ein Projekt leisten können muss, es zu kalkulieren und schließlich umzusetzen. Neben der Ausbildung am Arbeitsplatz legt der Wahlkoblenzer mit den anerkannten Fortbildungen zum EDV-Systemkoordinator und zum Betriebswirt des Handwerks den Grundstein für seine spätere Karriere.

Beratungszentrum Bundeswehr-Wirtschaft
Friedrich-Ebert-Ring 33, 56063 Koblenz
Tel.: 0261/ 398-165, Fax: 0261/ 398-934
E-Mail: presse@bundeswehr-wirtschaft.de

 
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