Wissen und Können weitergeben
Bernhard Dausner unterrichtet an der
Berufsbildenden Schule in Montabaur Kfz-Technik
"Bei der Bundeswehr habe ich Dinge gelernt, die in meiner Kfz-Lehre nicht vorkamen", blickt Bernhard Dausner auf seine zwölfjährige Dienstzeit zurück. Dabei meint er nicht nur die Arbeit am speziellen militärischen Gerät wie Radpanzer oder Außenbordmotoren, sondern beispielsweise auch die an hydraulischen Komponenten.
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| Beim Lernen darf auch 'mal gelacht werdn: Kfz-Meister Bernhard Dausner (l.) erarbeitet mit seiner Berufsfachschulklasse den Umgang mit der Motordiagnosetechnik. |

Bis zum Beginn seiner Fachausbildung über den Berufsförderungsdienst der Bundeswehr (BFD) stand der Lahnsteiner immer in einer berufsnahen Verwendung in der Instandsetzung von Kraftfahrzeugen und Großgeräten. "Die Möglichkeiten, die die Bundeswehr ihren Soldaten auf Zeit bietet, sind genial, vorausgesetzt man hat Spaß am Beruf des Soldaten", zieht der heute 37-Jährige Bilanz. Und diese Möglichkeiten hat er ausgiebig genutzt.
Aufstieg zum Meister
Im Rahmen seiner Feldwebelausbildung in der Panzertruppe legte Bernhard Dausner 1991 die Meisterprüfung als Kfz-Mechaniker ab. Drei Jahre später schob er den Kfz-Elektrikermeister nach, auf den er sich nach Feierabend bei der
HwK Koblenz vorbereitete. Managementerfahrung sammelte er in seiner Schlussverwendung im Materialamt des Heeres, wo seine Aufgabe in der Koordinierung von Instandsetzungsleistungen bestand, die an zivile Partner vergeben wurden.

Ein- bis zweimal jährlich auf Weiterbildung gehen - das praktizierte Bernhard Dausner nicht nur als Soldat, sondern ist auch sein erklärtes Ziel für seinen heutigen Beruf. "Besonders wenn man in einer Ausbildungstätigkeit steht, ist das lebenslange Lernen unverzichtbar", weiß der Fachlehrer an der Berufsbildenden Schule in Montabaur. Nachdem er seine Fachausbildung am Ende der Dienstzeit zum Besuch des staatlichen Studienseminars in Speyer genutzt hatte, wurde er 1998 als Referendar an einer Berufsschule in der Nähe von Kaiserslautern angestellt.
Zusatzqualifikationen
Das bedeutete für ihn erst einmal, jeden Tag zu pendeln. Ab 2002 wurde der Lahnsteiner zunächst an die Berufsschule in Montabaur "ausgeliehen", bevor er dort zum vergangenen Schuljahr fest übernommen wurde. Entscheidend dafür war, dass er sich in den Bereichen CNC- und Schweißtechnik weiterqualifizierte. Seine durch die Fachausbildung am staatlichen Studienseminar nicht aufgebrauchten
BFD-Mittel hatte sich Bernhard Dausner "einfrieren" lassen, damit sie nicht zum Ende des dritten Jahres nach der Entlassung aus der Bundeswehr verfielen.

Über das
Beratungszentrum Bundeswehr-Wirtschaft, das er aus seiner langjährigen Dozententätigkeit bei der HwK Koblenz kannte - seit 1994 unterrichtet er dort nebenberuflich angehende Kfz-Meister - ergänzte er sein Know-how in der Metallbe- und -verarbeitung. Alles das leistete er weitgehend in Abendkursen und am Wochenende sowie über Stundenkonten, die er sich in der Schule aufbaute. "Meine Arbeit in der Berufsschule mit den jungen Leuten macht mir sehr viel Freude", fasst der ehemalige SaZ seinen erfolgreichen Weg zurück in den Zivilberuf zusammen.
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