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"Ich fühle mich nicht nur, ich bin ein gutes Stück zu Hause beim Handwerk", beschreibt der General sein Verhältnis zur HwK. Umgekehrt unterstreicht Wilbert: "Sie sind ein unverzichtbarer Teil in der gemeinsamen Geschichte von Handwerk und Bundeswehr." "Wir müssen uns nicht gegenseitig auf die Schulter klopfen", waren sich beide einig. "Wenn wir über die gemeinsam zurückgelegte Wegstrecke sprechen, gehört dies zur aktiven Öffentlichkeitsarbeit, in der wir uns auch ergänzen." Bürgener verweist dabei auf Y-BERHOLSPUR.DE, "ein Magazin, das für die Bundeswehr nicht mehr wegzudenken ist". Lange bevor im August 1999 durch den damaligen Bundesminister der Verteidigung, Rudolf Scharping, Generalinspekteur Hans Peter von Kirchbach und die Repräsentanten der HwK Koblenz das erste Beratungszentrum Bundeswehr-Handwerk der Öffentlichkeit vorgestellt wurde, hatten 1990 eine Begegnung in Berlin und anschließend intensive Gespräche im vorpommerschen Eggesin stattgefunden. Wilbert erinnert sich daran, dass "sich die Leute umdrehten, als ich mich mit Oberst von Kirchbach am Berliner Kudamm traf. Eine Bundeswehruniform war im vormals entmilitarisierten Berlin noch sehr ungewöhnlich". Ein Teil der deutschen GeschichteDiese Randnotiz der deutsch-deutschen Geschichte war dem Brigadekommandeur Bürgener in Koblenz nicht entgangen: "In der Folge haben Sie ohne jedes Eigeninteresse durch Beratung und Entwicklung von Qualifizierungskonzepten ehemaligen NVA-Soldaten geholfen, dass sie im zivilen Berufsleben Fuß fassen konnten." "Eine kleine Wiedervereinigung im Handwerk", so Wilbert, der ergänzt, dass "wir einen Anstoß gegeben haben, solange, bis die Strukturen von Handwerkskammern und Berufsbildungseinrichtungen vor Ort vorhanden waren".
"Seit 1999 hat die HwK mit ihrem Beratungszentrum mehr als 10.000 Soldaten und Multiplikatoren unmittelbar angesprochen, über 2.000 SaZ haben hier eine Perspektivberatung erhalten. Rund 7.000 Lehrlinge konnten wir in Ihren Berufsbildungszentren über den Dienst in der Bundeswehr informieren und dafür interessieren. Diese Zahlen sprechen für sich. Ich bin stolz, dass ich daran mitwirken konnte", zieht der General eine persönliche Bilanz. "Die Anforderungen bei der Bundeswehr sind genau wie im Handwerk gestiegen; obwohl sich sehr viele interessieren, finden wir nicht genug qualifizierte Bewerber. Umso wichtiger ist für uns die Ansprache der Lehrlinge, wie sie uns das Handwerk ermöglicht." Auch die Wehrpflicht sieht er dabei als eine wichtige Stütze - zumal sie für die "Zielstruktur 2010 und die aktuelle Transformation der Bundeswehr eine feste Planungsgröße ist". "Leistung macht auch Freude"
"Gerade der Mittelstand - und den macht wesentlich das Handwerk aus - ist das Fundament unserer Wirtschaft und Gesellschaft. Hier entstehen Arbeitsplätze. In den Anfängen konnten wir die Dimension und das Potenzial unserer Zusammenarbeit noch nicht überschauen. Heute können wir sagen, dass wir unserer Volkswirtschaft einen bedeutenden Impuls gegeben haben", stimmen die Gesprächspartner überein. "Ob im Handwerk oder in der Bundeswehr - was ein junger Mensch erlernt und in der Berufspraxis einübt, bringt ihn persönlich wie beruflich weiter. In der Zukunft müssen wir noch stärker darauf hinarbeiten, dass er auch die militärisch erworbenen Qualifikationen nachweisen kann, etwa in einem 'Bildungspass', damit er unser Bildungssystem von allen Seiten durchlaufen kann. Warum soll es der Geselle und spätere Feldwebel nicht auch bis zum Physikprofessor schaffen?!", kommt Wilbert auf ein Thema zu sprechen, das ihn seit Jahren umtreibt. "Ideen können noch so gescheit sein, man bringt sie nur voran, wenn man die richtigen Partner dafür findet. Die Bundeswehr hat ihn in der Handwerkskammer Koblenz gefunden", weiß Generalleutnant Axel Bürgener. "Gemeinsam haben wir viel bewegt. Gerade deswegen dürfen Engagement und Initiativen nicht an Kammer- oder Wehrbereichsgrenzen aufhören", beschreibt Hauptgeschäftsführer Dr. h.c. Karl-Jürgen Wilbert den Erfolg als immer neue Aufgabe.
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