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Fernweh und Zeitreise

Torsten Wehlitz: Mit der Luftwaffe in den USA - mit der HwK auf Meisterkurs

Ferne Länder kennen lernen und den Horizont erweitern: "Der Dienst in der Bundeswehr hat bei mir Fernweh aufgebaut", zieht Feinwerkmechanikermeister Torsten Wehlitz eine Bilanz seiner Zeit bei der Luftwaffe, die ihn für viereinhalb Jahre nach New Mexico geführt hatte.

Torsten Wehlitz (r.) und Thorsten Flöck programmieren im Meistervorbereitungskurs anhand einer Konstruktionszeichnung die CNC-Maschine über den Computer
Torsten Wehlitz (r.) und Thorsten Flöck programmieren im Meistervorbereitungskurs anhand einer Konstruktionszeichnung die CNC-Maschine über den Computer.

Eine Bereicherung war für ihn nicht nur das alltägliche Leben und Arbeiten mitten unter Amerikanern, sondern auch, dass er dort seine Frau kennen lernte. Sie stammt aus Jever, wo der gelernte Industriemechaniker 1995 seine Bundeswehr-Karriere beim Jagdbombergeschwader Friesland begann. Manchmal braucht es Umwege um die halbe Welt ...

Als Luftfahrzeugwaffenmechaniker ausgebildet, bewarb sich der heute 31-Jährige gezielt auf die Verwendung im Fliegerischen Ausbildungszentrum in den USA und verpflichtete sich dafür auf insgesamt neun Jahre und vier Monate. Im Oktober 2003 kam er schließlich zum JaboG 33 nach Büchel und fand privat sein Zuhause in Lehmen.

Im Landeanflug

Durch den langen Aufenthalt in Übersee war für Torsten Wehlitz eine frühzeitige konkrete Planung seiner Berufsförderung nicht möglich. Dass er sich auf eine Zeitreise von den Kenntnissen aus seiner Lehre als Betriebsschlosser hin zur hochmodernen CNC-Fertigung begeben musste, war ihm bewusst. Als Ziel suchte er eine Verbindung aus Meisterprüfung und betriebswirtschaftlichem Know-how.

Mit dem BFD verständigte er sich zunächst auf die Möglichkeit zum "Ausbildungscoaching", um in die aktuelle Betriebswirklichkeit hinein zu schnuppern. Auf das Beratungszentrum Bundeswehr-Wirtschaft aufmerksam geworden, erarbeitete er dort gemeinsam mit den Experten der Handwerkskammer einen Plan für seine zivilberufliche Fachausbildung.

Neben dem "Betriebswirt des Handwerks" - diese anerkannte Fortbildung wird als Teil III auf die Meisterprüfung angerechnet, den berufs- und arbeitspädagogischen Teil IV hatte er im Rahmen einer BFD-AG in den USA abgelegt - und den Fachteilen I & II der Meisterprüfung im Feinwerkmechanikerhandwerk gehörte auch die "Ausbildung am Arbeitsplatz" dazu.

Traum vom Fliegen

"Ausbildungscoaching und Ausbildung am Arbeitsplatz sind für mich der Schlüssel zur Beschäftigung", weiß Torsten Wehlitz. Denn seine Berufserfahrung als Soldat, das musste er erkennen, wird von Unternehmern mit Blick auf Material und Technik nicht als aktuell angesehen - und deckt sich tatsächlich nicht immer mit der betrieblichen Realität.

Sein Fernweh bleibt auch mit dem Meisterbrief in der Hand noch wach. So träumt der ehemalige Soldat davon, einmal in Toulouse am größten Passagierflugzeug mitzubauen. Denn dort sind auch deutsche Meister gefragt ...

Grafik verweist auf einen Info-Punkt   Info-Punkt: Ausbildungscoaching
Länger dienenden Unteroffizieren und Mannschaften mit einer Verpflichtungszeit von acht und mehr Jahren (SaZ 8+) wird die Teilnahme an Praktika in Unternehmen - auch Ausbildungscoaching genannt - ermöglicht. Für sie soll das Praktikum insbesondere dem Kennen lernen eines Berufsfeldes und seiner Anforderungen, dem Kennen lernen der betrieblichen Wirklichkeit und der Orientierungs- und Entscheidungshilfe für die Berufswahl dienen. Die Teilnahmevoraussetzungen und das Verfahren des Ausbildungscoachings erläutert Ihnen Ihr BFD-Berater. - Ansprechpartner unter www.bfd.bundeswehr.de

Beratungszentrum Bundeswehr-Wirtschaft
Friedrich-Ebert-Ring 33, 56063 Koblenz
Tel.: 0261/ 398-165, Fax: 0261/ 398-934
E-Mail: presse@bundeswehr-wirtschaft.de

 
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