Wollen und Können führen zum Ziel
Titelthema: Benjamin Becker und Ralf Hecht auf
Meisterkurs im Elektrotechnikerhandwerk
Der allgemeinen Wirtschaftslage müssen sich Soldaten auf Zeit bei ihrer Rückkehr in den Zivilberuf genauso stellen wie jeder andere Arbeitnehmer oder Unternehmer auch. "Wer arbeiten will und etwas kann, der findet auch etwas", zeigt sich Ralf Hecht zum Ende seiner 13-jährigen Dienstzeit als Soldat auf Zeit (SaZ) überzeugt.
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| Benjamin Becker und Ralf Hecht (v.l.) stehen in der Vorbereitung auf die Meisterprüfung im Elektrotechnikerhandwerk und blicken zuversichtlich in ihre berufliche Zukunft. |
Wie auch Benjamin Becker, SaZ für vier Jahre, befasst er sich derzeit im Meistervorbereitungskurs für das Elektrotechnikerhandwerk am Modell mit Speicherprogrammierbaren Steuerungen, kurz SPS, die Produktionsabläufe in Handwerk und Industrie, aber auch haustechnische Komforteinrichtungen wie von Geisterhand in Bewegung setzen.
Maximum herausgeholt
Frühzeitig haben beide ihre beruflichen Strippen gezogen, sind mit möglichen Arbeitgebern im Gespräch, haben konkrete Zusagen für die Zeit nach der Bundeswehr. Voraussetzung: "Früh genug über spätere Ziele nachdenken", fasst Benjamin Becker seine Berufsplanung zusammen. Die
Berufsförderung für ihn als SaZ 4 ist nicht so umfangreich wie für Ralf Hecht als SaZ 13. "Also entschied ich mich dafür, bereits während der Dienstzeit die wirtschaftlichen, rechtlichen und pädagogischen Teile III und IV der Meisterprüfung im Abendkurs anzupacken", erzählt der 25-Jährige aus Lahntal.
"Darüber hinaus erlernte ich als Raketenelektromechaniker für Panzerabwehrwaffen in der Bundeswehr Grundlagen der Elektronik, die in meiner Lehre eine sehr geringe Rolle gespielt hatten." Unterstützt durch seine Vorgesetzten konnte Benjamin Becker einen Monat vor seinem Dienstzeitende in den Fachkurs für die Elektrotechniker-Meisterprüfung einsteigen. Mit der Übergangsbeihilfe überbrückt er die letzten beiden Monate des Lernens, bevor er zum Jahreswechsel in einem Pharmaunternehmen anfängt.
Vertiefung in der Praxis
Ralf Hecht, der aus dem Paderborner Land stammt und als Materialmechaniker in die Elektroinstandsetzung der Fernmeldetruppe kam, peilte im Rahmen seiner Feldwebel-Laufbahn den Industriemeister für Nachrichtentechnik an. "Ich komme aus dem Handwerk und weiß, dass die Fortbildung zum Handwerksmeister deutlich größere Chancen eröffnet, besonders wenn ich sie mit Know-how aus der Automatisierungstechnik und der SPS-Fachkraft kombinieren kann", spricht er die Lehrgänge in seiner Fachausbildung an.
Besondere Bedeutung misst er der Ausbildung am Arbeitsplatz bei. "Dabei gewinne ich den erforderlichen Einblick in die Weiterentwicklung meines Berufes seit der Lehre und kann das in der Theorie gelernte in der Praxis vertiefen." Eine dritte Zeit im Betrieb schließt sich an die Meisterprüfung an und ist für Ralf Hecht auch das "entscheidende Sprungbrett" für eine anschließende Beschäftigung. Die vorbereitenden Kontakte hat er längst geknüpft ...
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Das Berufsbildungszentrum der Handwerkskammer Koblenz in Rheinbrohl ist spezialisiert auf die Aus- und Fortbildung in den elektrotechnischen Zukunftstechnologien der Speicherprogrammierbaren Steuerung (SPS), der Automatisierungstechnik und des Europäischen Installationsbus' (EIB).
Elektrotechnikermeister Erwin Schmitt (Mitte) hat - wie seine Meisterkollegen in den HwK-Berufsbildungszentren - bereits viele Soldaten auf Zeit erfolgreich in den Zivilberuf begleitet.
Informationen und Beratung zu Fachausbildung und HwK-Weiterbildung im Beratungszentrum Bundeswehr-Wirtschaft, HwK-City-Büro Koblenz,
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