„Gesucht und gefunden“
Ingo Schulz machte sich nach dem Bund für Stelle als Fertigungsleiter fit
„Ich habe genau die Arbeitsstelle gefunden, die ich gesucht habe“, freut sich Ingo Schulz über seine erfolgreiche Rückkehr in den Beruf nach zwölf Jahren als Soldat auf Zeit in der Bundeswehr.
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| Arbeitsvorbereitung: Feinwerkmechanikermeister Ingo Schulz (r.) bespricht im Führerstand der CNC-Fräse mit Zerspanungsmechaniker Frank Diel den Produktionsauftrag. |
Dem gelernten Fluggerätmechaniker aus Gillenfeld gelang ein Neustart, denn „besonders viele Flugzeuge werden in der Eifel nicht gebaut oder repariert“, schmunzelt er. Seit Oktober 2005 arbeitet er als Fertigungsleiter für DSM Maschinenbau in Darscheid (
www.dsm-technology.de) und betreut als Feinwerkmechanikermeister die Bereiche Lohnfräserei und Maschinenbau in der zwölfköpfigen Firma.
„DSM ist ein junges, aufstrebendes Unternehmen. Präzision in der Produktqualität wie in der Termintreue sind unsere Arbeitsgrundlage. Dabei ist mein Job vor allem die Kommunikation zwischen dem Kunden als dem Auftraggeber, Konstrukteur oder Technischen Zeichner einerseits und andererseits unseren Fräsern, die die Aufträge an den Maschinen ausführen“, fasst der 33-Jährige zusammen. Diesen aber kann er nur mit dem entsprechenden technischen Know-how leisten, das er sich in der Berufsförderung am Ende seiner Dienstzeit bei der Bundeswehr angeeignet hat.
Theorie & Praxis
In der Truppe hat der Oberfeldwebel bis zuletzt auch immer „geschraubt“ als 1. Wart in der Wartungsstaffel des Fliegerhorsts in Büchel. Die verantwortungsvolle Arbeit bei Inspektion, Instandsetzung und Flugvorbereitung für den Tornado „hätte ich die nächsten 100 Jahre machen können“. Auch die Aus- und Weiterbildung der neu in die Wartungsstaffel kommenden Kameraden machte ihm Freude - war für ihn aber „auf Zeit“.
Wörtlich |
„Für die Qualifizierungsberatung eines Soldaten, der etliche Jahre in der geschlossenen Kasernenwelt gearbeitet hat, braucht es jemand, der mit einem Bein in der Wirtschaft und mit dem anderen in der Bundeswehr steht. Dafür steht Hans-Joachim Benner als Leiter des Beratungszentrums in der HwK Koblenz und Reservist.
Feinwerkmechanikermeister Ingo Schulz |
Etwa ein Jahr vor Beginn seiner Fachausbildung über den Berufsförderungsdienst der Bundeswehr (
BFD) wurde er durch eine Informationsveranstaltung auf das
Beratungszentrum Bundeswehr-Wirtschaft aufmerksam. „Den Ausbilderschein oder Englisch für technische Berufe hatte ich bereits während der Dienstzeit in Einzelkursen erworben. Was mich am Ansatz im Beratungszentrum überzeugt hat, war das Gesamtkonzept, das die Fachlehrgänge mit der betrieblichen Ausbildung verknüpft.“
Ingo Schulz machte - aufbauend auf seine Berufserfahrung als Fluggerätmechaniker - seinen Feinwerkmechanikermeister und schloss die Prüfungen zur CNC- und zur CAD-Fachkraft erfolgreich ab. Zwischen diesen Lehrgängen ging er in die Ausbildung am Arbeitsplatz, um „zunächst meinen eigenen Leistungsstand kennen zu lernen und ein Gefühl für die täglichen Anforderungen als Mechaniker und Monteur zu entwickeln“. Im nächsten Schritt - für 10 Monate bei DSM - „konnte ich gezielt auf die Meisterstelle hinarbeiten und mich den beiden Geschäftsführern Knut Dobrzinsky und Georg Schüler empfehlen“. Mit Erfolg, und das „in einem für mich völlig neuen Beruf!“
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