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Der PC-Feuerwehrmann

Ralf Hölzmann arbeitet als IT-Systembetreuer bei der Debeka

2.500 Mitarbeiter an einem Standort bedeuten bei einer großen Versicherung mindestens ebenso viele Computer. Zu denen, die die Bits und Bytes an den Arbeitsplätzen der Debeka in Koblenz in Schwung halten, gehört Ralf Hölzmann.

Ralf Hölzmann hält die Bits und Bytes an den PC-Arbeitsplätzen der Debeka in Schwung.
Ralf Hölzmann hält die Bits und Bytes an den PC-Arbeitsplätzen der Debeka in Schwung.
Im November 2006 erhielt Ralf Hölzmann sein Fortbildungszertifikat zum Betriebswirt des Handwerks aus den Händen von HwK-Präsident Karl-Heinz Scherhag.
Im November 2006 erhielt Ralf Hölzmann sein Fortbildungszertifikat zum Betriebswirt des Handwerks aus den Händen von HwK-Präsident Karl-Heinz Scherhag.

Der Wahlkoblenzer arbeitet dort seit Jahresbeginn in der Abteilung IS/BE, was für Informationssysteme/ Benutzer- und Endgerätedienste steht. Einspielen von Updates, installieren neuer Anwenderprogramme, Feuerwehreinsätze bei streikenden PCs - alles, was den Eingriff mit Administrator-Rechten erfordert, ruft ihn und seine Kollegen auf den Plan. Auf dem Weg zu diesem Job war die Bundeswehr für den 28-Jährigen aus Illerich ein wichtiger Meilenstein.

„Ich wollte Geld verdienen, statt zehn Monate abzusitzen“, erinnert sich Ralf Hölzmann an die Zeit nach der Gesellenprüfung als Elektroinstallateur. Dennoch trat er 1999 als Wehrpflichtiger seinen Dienst an und kam zu den Fernmeldern nach Kastellaun, später nach Lahnstein – also in eine berufsnahe Verwendung. Die war immerhin so interessant, dass er den Auslandseinsatz seiner Einheit als freiwillig Wehrdienstleistender (FWDL, bis 23 Monate) „mitnahm“ – inklusive des höheren Wehrsoldes.

Ziele herausgearbeitet

„Als Instandsetzer in der Elektrotechnik war ich in Bosnien bis hin zur Arbeitsorganisation weitgehend eigenverantwortlich tätig. Hier habe ich mich dann entschieden, Soldat auf Zeit zu werden. Auch wegen der Möglichkeiten, beruflich weiterzukommen, denn auf der Baustelle Schlitze kloppen wollte ich auf Dauer auch nicht mehr“, entwickelte Ralf Hölzmann seine Karrierestrategie.

Später kam er als Rundfunkstudiotechniker zum bundeswehreigenen „Radio Andernach“ und ging mit dem zweiten Kontingent in den Afghanistaneinsatz. „Die neue Verwendung in der Computertechnik brachte für mich die Weichenstellung hin zum IT-Bereich.“ Bereits während der Dienstzeit – „ein Jahr lang dienstags und donnerstags im Abendlehrgang, unterstützt durch meine Vorgesetzten“ – schloss er die Fortbildung zum EDV-Systemkoordinator erfolgreich ab.

Beschäftigung im Blick

Bei HwK-Dozent Karsten Dauer holte er sich Tipps zur Planung der weiteren Qualifizierungsbausteine, die er dann über das Beratungszentrum Bundeswehr-Wirtschaft in das Gesamtkonzept „IT-Manager“ zur Vorlage beim Berufsförderungsdienst der Bundeswehr (BFD) zusammenführte. Kern dabei sind neben EDV-Lehrgängen, Internettechnik und Microsoft-Zertifizierungen der Betriebswirt des Handwerks und Zeiten der Ausbildung am Arbeitsplatz.

„Um technisch wirklich etwas lernen zu können, habe ich eine entsprechend große Umgebung gesucht und in der Systembetreuung der Debeka gefunden. Neben den Vorkenntnissen aus dem engeren IT-Bereich kamen mir in der Einarbeitung auch das Know-how in Unternehmensführung und Projektmanagement zugute. Die Inhalte für die praktische Ausbildung haben wir auf die Lehrgänge abgestimmt und damit die Grundlage für die heutige Anstellung geschaffen“, zieht Ralf Hölzmann Bilanz seiner erfolgreichen Rückkehr in den Zivilberuf.

Grafik verweist auf einen Stand-Punkt   Standpunkt
Dr. Gerd BennerIn ihrer mehr als 100-jährigen Geschichte ist die Debeka-Gruppe kontinuierlich gewachsen und wächst weiter. Sechs Millionen Versicherten stehen 14.300 Mitarbeiter bundesweit gegenüber. 8.000 von ihnen sind im Vertrieb tätig, 2.500 im Innendienst alleine am Hauptsitz in Koblenz.

„Trotz unserer eigenen hohen Ausbildungsleistung können wir den Bedarf an Führungskräften, insbesondere im Außendienst, nicht gänzlich aus eigenen Reihen decken“, erläutert Dr. Gerd Benner, Leiter Unternehmenskommunikation der Debeka-Gruppe (Foto). „Ehemalige Soldaten aus den Feldwebelverwendungen bringen Erfahrung im Umgang mit Menschen, im leistungsorientierten und eigenverantwortlichen Handeln mit. Sie haben gelernt, zu motivieren, sie haben Führungserfahrung und -kompetenz. Insofern passen sie zur Unternehmens- und Führungsphilosophie der Debeka. Wir können sie – nach der entsprechenden Einarbeitung durch alle Ebenen – als Organisations-, Regional- oder Geschäftsstellenleiter einsetzen. Ein zusätzliches Einstellungsargument sind die Phasen der Ausbildung im neuen Arbeitsgebiet im Rahmen der Berufsförderung am Ende der Dienstzeit. Hierbei eignen sich die Soldaten nicht nur das erforderliche Praxiswissen an, sie können sich uns gegenüber als ihrem zukünftigen Arbeitgeber positionieren und bewähren.“

Beratungszentrum Bundeswehr-Wirtschaft
Friedrich-Ebert-Ring 33, 56063 Koblenz
Tel.: 0261/ 398-165, Fax: 0261/ 398-996
E-Mail: presse@bundeswehr-wirtschaft.de

 
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