Fit für Zukunftsmarkt SPS
Raphael Doll auf Meisterkurs im Elektrotechnikerhandwerk
„Was heute im Elektrohandwerk zum Alltag gehört und ein Wachstumsmarkt ist, spielte in meiner Lehre noch gar keine Rolle.“ Dabei blickt Raphael Doll aus Rudolfshaus im Hunsrück auf nicht einmal zehn Jahre zurück.
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| Die SPS- und Automatisierungstechnik bietet für den angehenden Elektrotechnikermeister Raphael Doll berufliche Perspektiven. Foto: Gaida |
Zum Ende der achtjährigen Verpflichtung bei der Bundeswehr „will ich mich jetzt interessant machen für den Arbeitsmarkt“, so der 29-Jährige. „Nachdem ich in der Instandsetzung und Wartung von Fernmeldegerät auch Erfahrungen in der Menschenführung gesammelt habe, möchte ich im zukünftigen Berufsleben nicht mehr nur Schlitze kloppen.“
So geht Raphael Doll jetzt auf Meisterkurs in seinem Handwerk, ergänzt durch die SPS-Fachkraft. „Die Anforderungen an die angehenden Elektrotechnikermeister sind sehr hoch. Dabei war ich in der Bundeswehr immer berufsnah eingesetzt, habe einige Lehrgänge in der Funk- und Fernmeldetechnik besucht.“ Nach seiner Lehre bei Elektro Fritz in Fischbach kam der Hunsrücker zunächst zur Artillerie nach Idar-Oberstein, später zu den Feldjägern in Koblenz und Mainz.
Mit der Entscheidung, nicht über den SaZ 8 hinaus zu verlängern, begann er, sich mit der Zukunftsplanung auseinanderzusetzen. Die grundlegenden Informationen holte er sich bei seinem
BFD-Berater, begann bereits Dienstzeit begleitend mit den wirtschaftlichen und rechtlichen Teilen der Meisterprüfung. Für die Durchplanung der Fachausbildung am Ende der Dienstzeit wandte er sich an die Experten des
Beratungszentrum Bundeswehr-Wirtschaft unter dem Dach der
Handwerkskammer Koblenz.
Wichtiges Element neben den Fachlehrgängen ist für ihn dabei auch die betriebliche Ausbildung am Arbeitsplatz, „die durch den langen Meisterkurs allerdings relativ kurz ausfällt“, aber eine wichtige Brücke zur Folgebeschäftigung baut. Raphael Doll, der für seine Familie ein altes Bauernhaus ausgebaut hat und im Hunsrück auch seine berufliche Heimat finden möchte, blickt optimistisch nach vorne: „Als Soldat habe ich gezeigt, dass ich Verantwortung tragen kann. Den Antrieb aus dieser Zeit nehme ich mit hinüber in das Berufsleben“ – in dem auch die Selbstständigkeit eine Option ist.
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