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„Von Anfang an Gas geben“

SaZ-Modell: René Schwarz hat seine verkürzte
Lehre bei Colak Metallbau begonnen

„Sein Wille, diese Lehrstelle zu bekommen, seine klaren Zielvorstellungen und der Einsatz, den er vom ersten Tag an gezeigt hat, haben mich überzeugt“, erklärt Abuzer Colak, Metallbauermeister und Inhaber des gleichnamigen Handwerksbetriebes in Urmitz.

Metallbauermeister Abuzer Colak (l.) engagiert sich sehr für die Ausbildung des Berufsnachwuchses. Dem ehemaligen SaZ René Schwarz ermöglicht er die verkürzte Lehre im Rahmen des neuen SaZ-Modells. Foto: Gaida
Metallbauermeister Abuzer Colak (l.) engagiert sich sehr für die Ausbildung des Berufsnachwuchses. Dem ehemaligen SaZ René Schwarz ermöglicht er die verkürzte Lehre im Rahmen des neuen SaZ-Modells. Foto: Gaida

René Schwarz gehört zu den ersten Teilnehmern des neuen SaZ-Modells, das kürzer dienende Soldaten auf Zeit über eine Lehrzeit von 15 Monaten zur Gesellenprüfung führt. „Wir sind ein expandierendes Unternehmen und brauchen deshalb selbstbewusste Leute, die eigenständig arbeiten, die etwas auf den Punkt bringen. René hat in zwei Tagen Probearbeit gezeigt, dass er zu uns passt“, so der Unternehmer.

Abuzer Colak stellt immer wieder seine Bereitschaft unter Beweis, auch neue Wege zu gehen, nicht nur bei dem neuen SaZ-Modell: „Einige unserer Lehrlinge gehören nicht gerade zu den Vorzeigekandidaten, aber wir sehen es als unsere gesellschaftliche Verpflichtung, mit ihnen zu arbeiten, um sie und letztlich unser Unternehmen zum Erfolg zu führen.“

Intensives Lernen

Der 24-jährige René Schwarz ist sich bewusst, dass er „von Anfang an Gas geben“ muss. „Die Lehre in 15 Monaten ist nur zu schaffen, wenn ich parallel zur Arbeit intensiv lerne. Mit der Berufserfahrung aus der Bundeswehr kann und muss ich selbstständiger an die Arbeit herangehen. Das traue ich mir zu und ich weiß, dass ich mich beweisen muss. Das neue Ausbildungsmodell gibt mir die Chance, die Zeit in der Bundeswehr wieder einzuholen. Schließlich muss ja das Geld reinkommen.“

Die Ernsthaftigkeit des jungen Mannes aus Bad Neuenahr wird auch deutlich, wenn er von seinen Erfahrungen als Fernmelder im Auslandseinsatz in Bosnien und Afghanistan, wenn er vom Aufbau des neuen Bundeswehrlagers in Kundus erzählt. Wie’s später weitergehen soll, weiß der begeisterte Kartsportler auch schon: Mit entsprechender Berufserfahrung geht er auf Meisterkurs.

Auf Erfolg gepolt

Dass das Modell einer 15-monatigen Lehrzeit kein Selbstläufer ist, darüber sind sich alle Beteiligten einig. Abuzer Colak und sein Werkstattleiter Mirsad Jusic vermitteln die Ausbildungsinhalte projektorientiert. „In der Praxis wird es schwierig, dass René durch die wechselnden Zeiten der betrieblichen und der überbetrieblichen Ausbildung bei der HwK einen Baustellenzyklus komplett durchläuft. Er wird sich die Grundlagen zum Bestehen der Gesellenprüfung aneignen können, aber danach noch viel weiterlernen müssen.“

In einem ist sich Meister Colak aber sicher: „René weiß, dass er erfolgreich sein muss. Und das ist ein starker Antrieb.“

Grafik verweist auf einen Info-Punkt   Colak Group in Urmitz
Abuzer Colak, Geschäftsinhaber, Metallbauermeister und Europäischer Schweißfachmann, hat 1994 sein Unternehmen als Schlosserei, Metall- und Stahlbau in Urmitz gegründet. Bei Colak Metall sind alleine rund 30 Mitarbeiter, darunter 4 Lehrlinge beschäftigt. Als weitere Unternehmensbereiche gehören zur Colak Group die Bereiche Anlagen- und Maschinenbau, Industrierohrleitungsbau sowie die Sparte Holzwerkstoffe. Mit zwei Werken ist Colak in Bosnien und Herzegowina vertreten. – Infos unter Tel.: 02630/ 960520, Internet: www.colak.eu

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