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Wieder eine Hürde genommen ...

Phillip Burkhardt bei Zwischenprüfung
im Rahmen des SaZ-Modells erfolgreich

Der Endspurt hat begonnen, Phillip Burkhard ist auf die Zielgerade eingebogen. Im Januar ist er mit der ersten Gruppe in das neue SaZ-Modell gestartet, das Soldaten in 15 Monaten zur Gesellenprüfung führt. Seine Devise: „Ich werde alles daran setzen, dass ich meine Metallbauerprüfung mit Bravour bestehe!“

Von der Arbeitsvorbereitung bis zur Metallbearbeitung: In nur 15 Monaten führt Metallbauermeister Frank Kaul (l.) seinen Lehrling Phillip Burkhardt zur Gesellenprüfung.
Von der Arbeitsvorbereitung bis zur Metallbearbeitung: In nur 15 Monaten führt Metallbauermeister Frank Kaul (l.) seinen Lehrling Phillip Burkhardt zur Gesellenprüfung.
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Von der Arbeitsvorbereitung bis zur Metallbearbeitung: In nur 15 Monaten führt Metallbauermeister Frank Kaul (l.) seinen Lehrling Phillip Burkhardt zur Gesellenprüfung.
Phillip Burkhardt nimmt Kurs auf die Gesellenprüfung.
Phillip Burkhardt nimmt Kurs auf die Gesellenprüfung.

Bisher hat sich der 23-Jährige aus Puderbach-Reichenstein als Hürdenläufer mit Aussicht auf einen Medaillenrang gezeigt. 1. Hürde: Eignungstest beim Düsseldorfer Zentrum für Nachwuchsgewinnung der Bundeswehr – bestanden! 2. Hürde: Lehrstelle bei Metallbau Kaul in Horhausen – bekommen! 3. Hürde: Zwischenprüfung vor der Handwerkskammer Koblenz – bestanden!

„Uns wird nichts geschenkt“, sagt der junge Mann mit den Genen eines beruflichen Spitzensportlers über die Erfahrungen der Pilot-Gruppe, „im Gegenteil, wir müssen erst einmal Überzeugungsarbeit leisten, wo das neue Modell noch nicht bekannt ist. Und die Prüfungsaufgaben sind die gleichen, die Metallbauerlehrlinge mit doppelt so langer Ausbildungsdauer lösen müssen.“

Entschlossen nach vorne

Seine Zeit bei der Bundeswehr war für Phillip Burkhardt ein Wendepunkt. Er erzählt, dass er nach der Realschule eine Lehre als Karosserie- und Fahrzeugbauer begonnen hatte, „drei Monate als billige Arbeitskraft benutzt und dann gekündigt wurde“. Nach mehreren Jobs hat er sich dann um seine Musterung gekümmert, um mit 18 Jahren direkt eingezogen zu werden. „Ich hatte einen sicheren Arbeitsplatz, das Klima hat gestimmt, also habe ich mich weiterverpflichtet.“ Mehr als vier Jahre waren allerdings nicht drin, zumal er lieber etwas Handfestes machen wollte, „der Sanitätsdienst ist auf Dauer nicht mein Ding“.

Der Vater Maurer, der Großvater Maurer und Zimmerer – „ich wollte lieber ins Metall- als ins Bauhandwerk“. In der Mitgliederzeitung des Deutschen BundeswehrVerbandes entdeckte Phillip Burkhardt den Hinweis auf das SaZ-Modell, das die verkürzte Lehre in den handwerklichen Ausbildungsberufen Anlagenmechaniker, Elektroniker, Feinwerkmechaniker oder Metallbauer ermöglicht. „Ich habe mich im Beratungszentrum Bundeswehr-Wirtschaft informieren und beraten lassen, die entsprechenden Anträge gestellt und in der Zeitung nach möglichen Ausbildungsbetrieben gesucht.“

Als Person überzeugt

So ist er auf den Betrieb Kaul gestoßen, „bin mit meiner Bewerbungsmappe vorbeigefahren und habe mich zwei Stunden lang verkauft. Eigentlich war es einfacher als gedacht ...“ „Phillip Burkhardt hat mich mit seiner ganzen Person überzeugt. Wenn jemand so deutlich macht, dass er unbedingt lernen will, dann ist es mir einen Versuch wert“, macht der Unternehmer deutlich, der regelmäßig ausbildet. „In Sachen Auffassungsgabe, Gewissenhaftigkeit und Verlässlichkeit hat er nicht nur aufgrund seines Alters, sondern auch durch seine Bundeswehrerfahrungen jüngeren Lehrlingen etwas voraus.“

Der 43-jährige Metallbauermeister und Schweißfachmann ist überzeugt, dass sein Schützling mit der Gesellenprüfung Ende April 2009 auch die letzte Hürde souverän überspringen wird. Bei entsprechender Auftragslage können beide durchaus auf der gleichen Bahn weiterlaufen ...

Grafik verweist auf einen Info-Punkt   Metallbau Kaul in Horhausen
Metallbauermeister und Schweißfachmann Frank Kaul hat sich 1994 selbstständig gemacht. Dem Unternehmen gehören 14 Mitarbeiter an, darunter zwei Meister und zwei Lehrlinge. Ein Geselle bereitet sich zurzeit berufsbegleitend bei der HwK Koblenz auf die Meisterprüfung vor. Zum Leistungsprofil gehören der leichte Stahlbau, Schweißkonstruktionen, (Flucht-) Treppen und (Stadtplatz-) Überdachungen. Seine Kunden gewinnt Frank Kaul deutschlandweit über öffentliche Ausschreibungen, aber auch im privaten Bereich. Informationen unter Tel.: 02687/ 929244, Internet: www.kaul-metallbau.de

Beratungszentrum Bundeswehr-Wirtschaft
Friedrich-Ebert-Ring 33, 56063 Koblenz
Tel.: 0261/ 398-165, Fax: 0261/ 398-996
E-Mail: presse@bundeswehr-wirtschaft.de

 
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