Pure Präzision
Titelthema: Bei DSM Technology arbeiten drei ehemalige SaZ
Ein junger Betrieb in Darscheid bei Daun – pure Präzision ist hier angesagt. 23 Mitarbeiter verdienen bei DSM Technology ihr Geld in Lohnfräserei und Fräskopfinstandsetzung. Präzision lautet aber auch das Motto in der Personalgewinnung. Dafür stehen drei Soldaten auf Zeit.
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| Die CNC-gesteuerten Fräsen bei DSM Technology sind seit drei Jahren die Welt von Ingo Hagemann (r.). |
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Zum Titelbild:
Feinwerktechnik vom Feinsten: Bei DSM Technology in Darscheid setzen die beiden Inhaber auf die Kompetenzen von ehemaligen Soldaten auf Zeit (SaZ). Feinwerkmechanikermeister Ingo Hagemann (r.) betreut mit seinem Chef Knut Dobrzinsky (2.v.r.) als Fertigungsleiter den Unternehmensbereich Lohnfräserei, Feinwerkmechanikermeister Stephan Grimm (l.) mit seinem Chef Georg Schüler (2.v.l.) die Fräskopfinstandsetzung. Vor Beginn seines Meisterkurses lernt Thomas Heuer (Mitte) die Anforderungen des Betriebsalltages in der Praxis kennen. |
Seit Ende 2004 haben bei
DSM zwei von ihnen in verantwortlicher Funktion Fuß gefasst, ein dritter steht in der „Ausbildung am Arbeitsplatz“. Maschinenbauermeister und Mitinhaber Georg Schüler erklärt warum: „Es gibt zwei Sorten Leute. Die einen sehen die Arbeit und denken mit – die anderen eben nicht. Angehörige der Bundeswehr, wenn sie sich fangen lassen von den geordneten Befehlsstrukturen, stehen in der Gefahr, zur zweiten Gruppe zu gehören. Dagegen haben unsere Mitarbeiter aus dem Kreis der Zeitsoldaten unter Beweis gestellt, dass sie gleichermaßen wollen und können.“
Überzeugt hat das Geschäftsführer-Duo Knut Dobrzinsky und Georg Schüler vor allem die Herangehensweise des Trios Ingo Hagemann, Stephan Grimm und Thomas Heuer, die im Rahmen ihrer Berufsförderung durch die Bundeswehr (
BFD) einerseits in die Meisterqualifikation, andererseits in die praktische Ausbildung im Betriebsalltag investiert haben. „Wir konnten unsere Führungskräfte über mehrere Monate gezielt auf ihre Aufgaben hin ausbilden und einarbeiten. Diese Zeit brauchen wir, um zu sehen, wie sie sich entwickeln – sowohl als Persönlichkeit als auch in ihrer Fachkompetenz“, betonen die beiden Unternehmer.
Dienstältester ist der 36-jährige Ingo Hagemann – ihn hatte Y-BERHOLSPUR.DE bereits in Ausgabe 9 unter seinem Geburtsnamen
Schulz vorgestellt. Seit Oktober 2005 arbeitet er als Fertigungsleiter in der Lohnfräserei. Personaleinsatz, Ausbildung und Kundenkommunikation gehören zu seinen Aufgaben, in die er sich in einer zehnmonatigen „Ausbildung am Arbeitsplatz“ eingearbeitet hatte. „Auch die praxisbezogenen Lehrgänge sind und bleiben graue Theorie, die wir alle erst im Betriebsalltag anzuwenden lernen müssen“, gesteht der Feinwerkmechanikermeister zu.
„Natürlich stehe ich auch weiterhin in der Produktion, aber einen Großteil meiner Arbeit machen Koordinationsaufgaben aus. Dabei kommt mir von den Erfahrungen aus der Bundeswehr besonders die ‘Menschenführung’ zugute“, so der ehemalige Oberfeldwebel aus der Fluggerätwartung des Fliegerhorstes Büchel. Als wichtigen Unterschied zwischen den Arbeitsfeldern Bundeswehr und Wirtschaft beschreibt Ingo Hagemann, dass sein Gegenüber heute keine homogene Gruppe sei. „Unsere Mitarbeiter gehören zu allen Altersgruppen, stehen deshalb in unterschiedlichen Familiensituationen und verfolgen je eigene Interessen. Auf sie einzugehen, sie zu motivieren und zu führen, ist mir jeden Tag neue Herausforderung.“ Sein Fazit als Rückkehrer in den Zivilberuf: „Alles hat gepasst!“ – Präzision pur eben ...
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Stephan Grimm und
Thomas Heuer.
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