Früh den Meister angeflogen
Feinwerkmechanikermeister Stephan Grimm
leitet DSM-Fräskopfinstandsetzung
Für etliche Jahre war die Luftfahrt seine berufliche Heimat – jetzt ist er als Meister in der Feinwerktechnik gelandet. Stephan Grimm hat nach zwölf Jahren Bundeswehr den Sprung in die zivile Arbeitswelt bei DSM Technology in Darscheid geschafft.
 |
| Feinwerkmechanikermeister Stephan Grimm (r.) betreut die Fräskopfinstandsetzung bei DSM. |
In dem mittelständischen
Unternehmen in der Nähe von Daun leitet er die Fräskopfinstandsetzung. Von der Materialwirtschaft über die Garantiebearbeitung bis zur Mitarbeiter- und Kundenkommunikation betreut er eine Vielzahl von Aufgaben. „Sich als ehemaliger Soldat in einer Führungsaufgabe in der Wirtschaft zu behaupten, ist nicht einfach. Aber zu fragen ist für mich keine Schande und so bekomme ich die Defizite der Berufspraxis in den Griff“, zieht der 34-Jährige eine erste positive Bilanz nach einem halben Jahr im Job.
Dass er seinen Meister machen wollte, stand für den Oberfeldwebel früh fest, die konkrete berufliche Ausrichtung dagegen hat sich gewandelt. In den Beruf gestartet ist er als Industriemechaniker am Flughafen Kassel-Calden. Aus dem Kontakt mit Soldaten heraus, die dort eine zivilberufliche Ausbildung durchliefen, entschied er sich für den freiwilligen Dienst in der Bundeswehr und kam in einer berufsnahen Verwendung zum Fliegerhorst Büchel.
Ein besonderer Höhepunkt war die Auslandsverwendung im Fliegerischen Ausbildungszentrum der Luftwaffe auf der Holloman Air Force Base in New Mexico. Stephan Grimms Aufgaben verlagerten sich von der Wartung hin zu Einsatzplanung für Personal und Material sowie die technische Ausbildung von Soldaten. Dienstzeit begleitend belegte er über den Berufsförderungsdienst der Bundeswehr (
BFD) Lehrgänge in Projektmanagement, öffentlichem und Wirtschaftsrecht.
Auch die berufsübergreifenden Teile der Meisterprüfung legte er bereits ab. „Ich habe mich bewusst für den Handwerksmeister entschieden, weil er gegenüber dem Industriemeister die unternehmerische Kompetenz vermittelt.“ Zur Berufsorientierung nutzte er bereits 2004 das „Ausbildungscoaching“ (
s. Info unten) und arbeitete in der Ausbildungsberatung der IHK Trier mit, „was mich bis heute in den dortigen Prüfungsausschuss für Industriemechaniker geführt hat“. Schwerpunkt seiner Fachausbildung, die er mit dem
Beratungszentrum Bundeswehr-Wirtschaft und dem BFD plante, war dann der Feinwerkmechanikermeister.
Auf DSM ist Stephan Grimm durch Ingo Hagemann aufmerksam geworden und hat sich in einem knappen Jahr der betrieblichen Ausbildung seine Position erarbeitet. Erst kürzlich hat er seinen Chef zu Kundengesprächen in die USA begleitet, wobei er auch seine Erfahrungen aus der Truppe nutzen konnte: „Einerseits bin ich durch die Zeit in Holloman fit in der Sprache, andererseits weiß ich auch ein wenig, wie die Amerikaner ticken ...“
Praktika zur Berufsorientierung |
Länger dienenden Unteroffizieren und Mannschaften mit einer Verpflichtungszeit von acht und mehr Jahren (SaZ 8+) kann die Teilnahme an Berufsorientierungspraktika in Unternehmen – auch Ausbildungscoaching genannt – ermöglicht werden.
Für SaZ 8+ soll das Praktikum insbesondere
• dem Kennenlernen eines Berufsfeldes und seiner Anforderungen,
• dem Kennenlernen der betrieblichen Wirklichkeit und
• der Orientierungs- und Entscheidungshilfe für die Berufswahl dienen.
Die Teilnahmevoraussetzungen und das Verfahren des Ausbildungscoachings erläutert Ihnen Ihr BFD-Berater. Ansprechpartner in den Standortteams unter www.bfd.bundeswehr.de |
Beratungszentrum Bundeswehr-Wirtschaft
Friedrich-Ebert-Ring 33, 56063 Koblenz
Tel.: 0261/ 398-165, Fax: 0261/ 398-996
E-Mail: presse@bundeswehr-wirtschaft.de