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Der 29-Jährige aus Lahnstein hat seinen Berufsweg mit Lehre und Gesellenjahren als Elektromaschinenbauer bei Moskopp-Elektromotoren in Koblenz begonnen. Bei den Fernmeldern in Lahnstein eingezogen, leistete Sven Herbel zunächst seinen Grundwehrdienst und verpflichtete sich dann auf vier Jahre. „Ein unvergessliches Datum: Am 9.9.99 bekam ich die Ernennung zum SaZ 4, später habe ich auch mit Blick auf die Berufsförderung auf sechs Jahre verlängert“, erklärt er seine Motive. Über die berufsnahe Verwendung in der Elektro- und Kommunikationstechnik hinaus machte er den Lkw-Führerschein, stellte aber auch früh die Weichen in Richtung Meister. Im Abendkurs während der Dienstzeit legte er die berufsübergreifenden Teile III und IV (Wirtschaft, Recht und Pädagogik) ab. Als Soldat aus der Deines-Bruchmüller-Kaserne lernte Sven Herbel seine Frau Nadine kennen. Und damit beginnt für ihn die Geschichte mit der Farbe. Denn sein Schwiegervater – als Malermeister in Lahnstein selbstständig – bot ihm an, in den Betrieb einzusteigen, um ihn in etwa drei Jahren zu übernehmen. Unternehmer-KompetenzNoch während der aktiven Zeit als Soldat stieg er in das für ihn neue Handwerk ein. Er sammelte Überstunden, um – unterstützt durch seine Vorgesetzten – den Fachunterricht in der Berufsschule zu besuchen. Nach der Entlassung aus der Bundeswehr begann er dann im Unternehmen Hirsch seine zweite, verkürzte Lehre, die zumindest im ersten Lehrjahr durch die Übergangsgebührnisse der Bundeswehr finanziell abgesichert war. „Die beiden allgemeinen Kursteile habe ich ja bereits in der Tasche, jetzt geht es an die Fachpraxis und die Fachtheorie. Den Meister mache ich, um in meinem Beruf topfit zu werden, mehr noch ist er aber für mich die Grundlage, um als Unternehmer auf festem Boden zu stehen“, umschreibt Sven Herbel seinen Ansatz. „Sven wird schon erwartet“, lässt der 64-jährige Meister Hans-Jürgen Hirsch keinen Zweifel aufkommen. „Aber wir schmeißen ihn nicht ins kalte Wasser. Gemeinsam bereiten wir den Generationswechsel schrittweise vor.“ Und die langfristige Perspektive? „In einem Betrieb mit vier bis fünf Mitarbeitern kann der Inhaber noch aktiv als Handwerker mitarbeiten. Ich möchte nicht nur hinter dem Schreibtisch sitzen. Die Bereiche Dämmung und Energieberatung bekommen immer mehr Gewicht – deshalb ist eine Fortbildung zum Gebäude-Energieberater mein nächstes großes Ziel“, so der angehende Unternehmer.
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