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Das SaZ-Modell und die Erfahrungen
aus der ersten Teilnehmergruppe

Zur ersten Teilnehmergruppe am SaZ-Modell, das Soldaten in einer 15-monatigen Lehre zum Gesellenbrief führt, gehören die beiden Feinwerkmechaniker Sascha Abels und Thomas Schulze und der Metallbauer Kevin Toben. Wie geht’s für die drei Niedersachsen weiter nach bestandener Zwischenprüfung?

Die Feinwerkmechaniker Sascha Abels und Thomas Schulze (v.l.) programmieren im HwK-Kompetenzzentrum für Gestaltung, Fertigung und Kommunikation eine CNC-gesteuerte Fräse.
Die Feinwerkmechaniker Sascha Abels und Thomas Schulze (v.l.) programmieren im HwK-Kompetenzzentrum für Gestaltung, Fertigung und Kommunikation eine CNC-gesteuerte Fräse.
Metallbauer Kevin Toben trainiert in der Schweißtechnischen Lehranstalt der HwK Koblenz die gängigen Schweißverfahren.
Metallbauer Kevin Toben trainiert in der Schweißtechnischen Lehranstalt der HwK Koblenz die gängigen Schweißverfahren.

Sascha Abels ...

... aus Rastede hat nach der Schule und dem Berufsgrundschuljahr Elektro keine Lehrstelle in seinem Wunschberuf Kfz-Elektriker gefunden. Also hat er sich um die Musterung gekümmert und sich als Soldat auf Zeit (SaZ) beworben. Vier Jahre arbeitete er im Fernmeldebereich. Über den Hinweis eines Kameraden auf einen Aushang am Schwarzen Brett der Kaserne hat er sich erfolgreich um die Teilnahme am SaZ-Modell beworben und nach der Orientierungsphase für die Lehre zum Feinwerkmechaniker entschieden.

„Die Präzision und der Qualitätsanspruch in der Arbeit reizen mich besonders“, so der 26-Jährige. „Für die hochwertige Ausbildung bei der Handwerkskammer in Koblenz nehme ich gerne den weiten Weg in Kauf.“ Die betriebliche Ausbildung leistet Lübben Maschinen- und Stahlbau in Bad Zwischenahn. „Mit dem Zwischenzeugnis geht es ran an die Bewerbungen für die Zeit nach der Gesellenprüfung im April 2009.“

Thomas Schulze ...

... aus Wolfsburg hat bereits vor der Bundeswehr Handwerksluft geschnuppert. Der gelernte Steinmetz sah in der Verpflichtung als SaZ einen sicheren Arbeitsplatz, aber auch die Möglichkeit, durch die Berufsförderung der Bundeswehr beruflich voranzukommen. So erwarb er bereits den Lkw-Führerschein und die Ausbildereignung. „Acht Jahre wären für die Fortbildung interessanter gewesen, dann wäre ich aber schon reichlich alt für die Rückkehr in den Zivilberuf.“

Also stieg der 25-Jährige aus der Truppe aus und in die Feinwerkmechanikerlehre ein. „Der technische Anspruch und die Kreativität im Denken machen den Reiz dieses Berufes aus.“ Die Auftragslage bei seinem Lehrbetrieb Speckhahn Stahl- und Maschinenbau in Wittingen-Radenbeck ist so gut, dass er nach der Gesellenprüfung Aussicht auf eine Übernahme hat. „Überstunden stehen manchmal dem zusätzlichen Lernen nach Feierabend entgegen.“

Kevin Toben ...

... aus Wilhelmshaven hat bereits einen Gesellenbrief als Zimmerer in der Tasche, aber „die klassischen Arbeiten in meinem Handwerk“ in Anstellung nicht finden können. „Ich habe eine Vorliebe fürs Grobe“, sagt der 26-Jährige, der sich im Metallbau besser als in der Feinwerktechnik aufgehoben weiß. In der Bundeswehr hat ihm das „klare, strukturierte Arbeiten sehr viel Spaß gemacht“.

Bei Kreativ Metallbau in Jever musste er „intensive Überzeugungsarbeit leisten“, um seine Lehrstelle zu bekommen, sieht jetzt aber gute Chancen, auch über den Gesellenbrief hinaus zum „kreativen Team“ zu gehören. Die fehlende Berufsschule versucht er wie alle anderen Teilnehmer durch zusätzliche Hausaufgaben wettzumachen, die sie fleißig per E-Mail austauschen.

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Friedrich-Ebert-Ring 33, 56063 Koblenz
Tel.: 0261/ 398-165, Fax: 0261/ 398-996
E-Mail: presse@bundeswehr-wirtschaft.de

 
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