Ehre, wem Ehre gebührt
Kolumne von Bernd Weber
Geschäftsführer Verlag für Anzeigenblätter
Künftig wird es bei der Bundeswehr ein „Ehrenkreuz für Tapferkeit“ geben, das Soldaten verliehen werden soll, die „ein besonders mutiges Verhalten bei der Gefährdung für Leib und Leben“ gezeigt haben. Dieses Ehrenkreuz sei, so sagte jüngst Verteidigungsminister Dr. Franz Josef Jung, Ausdruck einer besonderen staatlichen Anerkennung der Bundeswehr und eine Würdigung von Soldaten, deren Haltung und Einsatz weit über das normale Maß von Pflichterfüllung hinausgehen.
Ich freue mich, dass es diese außergewöhnliche Auszeichnung künftig geben wird. Gerade heute in Zeiten unseres militärischen Engagements in Afghanistan, wo die Gesundheit und das Leben unserer Soldaten fast täglich auf dem Spiel stehen, ist eine solche Tapferkeitsmedaille, wie man sie bereits in anderen Ländern kennt, ein wichtiges Zeichen, dass unsere Gesellschaft die Bedeutung, aber auch die Gefährlichkeit unserer Auslandseinsätze zur Kenntnis nimmt und besonders tapferes Verhalten unserer Soldaten würdigen möchte.
Ein positives Signal für unsere Soldaten ist es auch, dass sie für den Fall, wenn in Deutschland von Amts wegen von der Staatsanwaltschaft wegen eines Vorfalles im Auslandseinsatz ermittelt wird, Rechtsschutz durch die Bundeswehr erhalten. Ausgangspunkt war ein tragischer Vorfall am Checkpoint nahe Kunduz, wo Soldaten auf ein Fahrzeuge feuerten, das wohl mehrfach eindeutige Signale zum Anhalten missachtet hatte. In dem Fahrzeug wurden eine Mutter und ihre beiden Kinder tödlich verletzt. Der Vorfall ereignete sich nur wenige Tage nach einem Sprengstoff-Attentat, bei dem ein deutscher Soldat getötet worden war.
Sowohl das Tapferkeitskreuz als auch die Gewährung von Rechtsschutz sind wichtige Faktoren, die unseren Soldaten im Einsatz den Rücken stärken. Ein weiterer ist die Erleichterung einer beruflichen Eingliederung unserer Zeitsoldaten nach ihrem Dienst in ein ziviles Berufsleben. Darum kümmert sich insbesondere das
Beratungszentrum Bundeswehr-Wirtschaft in Koblenz, deren Sprachorgan die vor Ihnen liegende Zeitschrift „Y-BERHOLSPUR.DE“ ist. Gute Unterhaltung bei der Lektüre der neuesten Ausgabe.
Ihr
Bernd Weber
Geschäftsführer
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