ZDH-Arbeitsgruppe „Bundeswehr-Handwerk“
Beim jüngsten Treffen der Arbeitsgruppe „Bundeswehr-Handwerk/Personal“ beim Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH) ging es angesichts der demografischen Entwicklung um den Aufbau von Netzwerken und Kooperationen zur Gewinnung von Nachwuchsfachkräften aus dem Kreis der Soldaten auf Zeit (SaZ).
Oberst d.R. Hans-Joachim Benner und Dr. Andreas Brzezinski stellten die Beratungszentren in Koblenz und Leipzig vor. Durch ihre unmittelbaren Kontakte sowie durch ihre Qualifizierungsmaßnahmen leisten diese eine passgenaue Vermittlung der SaZ in die Betriebe hinein. Auch wenn nicht alle der 18.000 jährlich ausscheidenden SaZ einen unmittelbaren Bezug zum Handwerk hätten, so Benner, liege hier ein erhebliches Potenzial zur Nachwuchsgewinnung. Das Angebot des Handwerks sollte sich auf eine individuelle Qualifizierung konkretisieren und beispielsweise auch Industriemeister für eine Karriere im Handwerk gewinnen. Ein Bedarf an Qualifizierungsmöglichkeiten bestehe bundesweit, da die SaZ in der Regel nicht ortsgebunden seien. Deshalb sei der Aufbau von Netzwerken unter den HwKs erforderlich, um attraktive Gesamtplanungen mit theoretischer Bildung und betrieblichen Praktika anzubieten.
Konkret erörterte der Arbeitskreis ergänzende Qualifizierungen oberhalb des Meisters, da viele SaZ bereits während ihrer Dienstzeit die Meisterprüfung abgelegt haben. Bei einem Treffen mit dem Bundesverteidigungsministerium soll über neue Formen eines lebendigen Personalkreislaufs zwischen Handwerk und Bundeswehr gesprochen werden.
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