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Lehrstelle mit Übernahmegarantie

Schaumburger Modell: Erfolgreiche Zusammenarbeit
von Bundeswehr und Wirtschaft

Im Rahmen des Attraktivitätsprogramms der Bundeswehr wurde bereits 1997 das „Schaumburger Modell“ entwickelt. Benannt nach dem Landkreis, in dem 1997 erstmalig ein Unternehmen der Bundeswehr Ausbildungsplätze zur Verfügung stellte, hat sich dieses Modell bis zum heutigen Tage hervorragend bewährt und wird vor dem Hintergrund der schwindenden Verfügbarkeit von qualifizierten Nachwuchskräften weiter an Bedeutung gewinnen.

Blicken auf positive Erfahrung mit dem Schaumburger Modell im Unternehmen Pittler ProRegion in Langen: Geschäftsführer Thomas Keil (l.) und Ausbildungsmeister Volker Koch (3.v.l.) mit den Mechatroniker-Lehrlingen Sascha Wamser, Eric Bexten (beide 2. Lehrjahr) und Marcel Kilb (4. Lehrjahr, v.l.). Foto: ZNwG
Blicken auf positive Erfahrung mit dem Schaumburger Modell im Unternehmen Pittler ProRegion in Langen: Geschäftsführer Thomas Keil (l.) und Ausbildungsmeister Volker Koch (3.v.l.) mit den Mechatroniker-Lehrlingen Sascha Wamser, Eric Bexten (beide 2. Lehrjahr) und Marcel Kilb (4. Lehrjahr, v.l.). Foto: ZNwG

Moderne, gemeinsame und konkurrenzfreie Kooperation zwischen der Bundeswehr und der Wirtschaft ist Grundlage für einen Personalkreislauf, der Vorteile für alle Beteiligten mit sich bringt.

Vorteile für den Lehrling

Die Ausbildung erfolgt vorrangig in Berufen der Elektro-, Luftfahr- und Kraftfahrzeugtechnik wie beispielsweise Fluggerätemechaniker, Kfz- Mechatroniker oder Elektroniker. Diese Berufsbilder bieten in der Wirtschaft und in der Bundeswehr sehr gute Startmöglichkeiten in ein zukunftsorientiertes Berufsleben. Der Lehrling bekommt neben seiner Ausbildung eine einseitige Übernahmegarantie der Bundeswehr.

Nach einem erfolgreichen Abschluss der Lehre hat er die Möglichkeit, bei der Bundeswehr einen festen Arbeitsvertrag über die Dauer von vier bis zwölf Jahren zu erhalten. Durch den bereits vorliegenden Eingangsberuf wird er sogar mit einem höheren Dienstgrad eingestellt. Abhängig von der Verpflichtungsdauer ist eine Fortbildung zum Meister möglich. Als Soldat wird er viele wertvolle Erfahrungen in Führung, Ausbildung und Teamarbeit sammeln.

Vorteile für das Unternehmen

Das Unternehmen bildet Lehrlinge über den eigenen Bedarf hinaus für die Bundeswehr aus. Die Bundeswehr beteiligt sich mit monatlich 250 Euro an den Ausbildungsplatzkosten und befreit den Arbeitgeber mit der einseitigen Übernahmegarantie von der Verantwortung, den Lehrling nach der Ausbildung unterbringen zu müssen. Der Ausbildungszuschuss wird auch bei einer notwendigen Ausbildungsverlängerung weitergezahlt. Während der Ausbildung steht ein Angehöriger der Wehrdienstberatung als Ansprechpartner zur Verfügung.

Vorteile für die Bundeswehr

Die Bundeswehr nimmt junge Menschen mit abgeschlossener Berufsausbildung auf und kann sie unmittelbar in einer fachgebundenen Verwendung einsetzen. Durch die Zusammenarbeit mit der Wirtschaft stellt die Bundeswehr sicher, dass zum Ende der Dienstzeit eines Zeitsoldaten eine Fort-/Weiterbildung in einem zukunfts- und bedarfsorientierten Berufsfeld, das gezielt auf die Anforderungsprofile der Wirtschaft abgestimmt ist, angeboten werden kann.

Zielgruppe des Schaumburger Modells

Das Schaumburger Modell wendet sich an junge Frauen und Männer im noch nicht wehrfähigen Alter, die am Tage einer möglichen Einstellung das 17. Lebensjahr noch nicht vollendet haben, aber bereits den Wunsch äußern, Soldat werden zu wollen. Ihnen bietet die Bundeswehr die Möglichkeit, vorab eine staatlich anerkannte Ausbildung in Industrie, Handel und Handwerk zu durchlaufen, die für eine spätere Berufstätigkeit als Soldat verwertbar ist.

Voraussetzungen für die Bewerber

Ein Bewerber muss Deutscher im Sinne des Grundgesetzes sein. Er darf nicht vorbestraft sein bzw. es darf kein schwebendes Verfahren vorliegen. Er muss die 10. Klasse der Realschule oder eines vergleichbaren Schultyps besuchen und die Gewähr dafür bieten, dass das jeweilige Klassenziel zum vorgesehenen Ausbildungsbeginn (im Regelfall der 1. August) erreicht wird. Am Tag der möglichen Einstellung darf er das 17. Lebensjahr noch nicht vollendet haben, da ansonsten auch direkt eine Einstellung als Soldat auf Zeit erfolgen könnte. Er muss eine militärische Eignungsprüfung und eine Berufseignungsuntersuchung bei einem Zentrum für Nachwuchsgewinnung erfolgreich absolvieren.

Das „Schaumburger Modell“ ist mit 150 bis 200 zur Verfügung stehenden Ausbildungsplätzen ein gutes Beispiel für die Übernahme gesellschaftspolitischer Verantwortung durch die Unternehmen, da nicht nur die mögliche Übernahmequote von Auszubildenden nach der Gesellenprüfung im Vordergrund steht, sondern die Förderungsmöglichkeit des Einzelnen.

Jeder engagierte Auszubildende, der nach Abschluss seiner Ausbildung seinen Dienst bei der Bundeswehr antritt, wird in der Bundeswehr seine Sach- und Sozialkompetenz sowie seine Erfahrungen in Führung, Ausbildung und Teamarbeit ausbauen. Wenn er nicht auf eigenen Wunsch und bei besonderer Eignung als Berufssoldat übernommen wird, hat er damit auch eine solide Grundlage für sein weiteres ziviles Berufsleben. Thomann, ZNwG

Grafik verweist auf einen Info-Punkt   Interesse am Schaumburger Modell?
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Sie möchten sich als Auszubildender im Rahmen des „Schaumburger Modells“ bewerben?

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Bitte wenden Sie sich unter Tel.: 06151/ 905-1796 an Oberleutnant Matthias Schott. Weitere Informationen und Ihr persönlicher Ansprechpartner auch unter www.bundeswehr-karriere.de

Beratungszentrum Bundeswehr-Wirtschaft
Friedrich-Ebert-Ring 33, 56063 Koblenz
Tel.: 0261/ 398-165, Fax: 0261/ 398-996
E-Mail: presse@bundeswehr-wirtschaft.de

 
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